Klinik für Innere Medizin-Nephrologie/Schlaganfalleinheit

Standort: Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

Infos zu unserer Schlaganfalleinheit finden Sie hier.

Im Bereich Nephrologie der Klinik für Innere Medizin liegt der Schwerpunkt auf der Diagnostik und Behandlung von Patienten, die an Erkrankungen der inneren Organe leiden. Das Team der Klinik besitzt eine besondere Expertise auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Nieren-, Autoimmun- und Bluthochdruckerkrankungen. Zur stationären Patientenversorgung stehen 30 Betten auf der nephrologischen Station zur Verfügung, auf der Dialysestation werden auf 14 Dialyseplätzen alle gängigen Verfahren der Nierenersatztherapie durchgeführt.

Leistungsspektrum

Frühe Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen, Ersatz der Nierenfunktion
Viele der bekannten Nierenerkrankungen führen im Laufe mehrerer Jahre zu einem völligen Funktionsverlust der Nieren. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, Nierenfunktionsstörungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Hierzu bietet unsere Abteilung alle Möglichkeiten: Urin- und Blutanalysen, sowie spezielle Ultraschalluntersuchungen erlauben ein sofortiges Bild. Zur Klärung der Diagnose ist häufig eine ultraschallgesteuerte Punktion zur Entnahme von Gewebsproben (Biopsien) erforderlich. Die histopathologische Diagnostik erfolgt in enger Kooperation mit dem Nierenregister des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Prof. Dr. med. Wiech). Aufgrund einer eindeutigen Diagnose wird so die adäquate Therapie nach modernsten Standards geplant und durchgeführt.

Für den Fall eines ausgeprägten Nierenfunktionsverlustes stehen auf der Dialysestation 14 Dialyseplätze und weitere Räumlichkeiten aller gängigen Verfahren der Nierenersatztherapie (Hämofiltration, Hämo- und Peritonealdialyse) zur Verfügung. Die Klinik arbeitet eng mit den Dialysezentren der Region zusammen. Zudem werden zur Therapie von schweren Autoimmunerkrankungen auch spezielle Plasmaaustausch- und Adsorptionsverfahren eingesetzt. In Einzelfällen werden auch teilstationäre Behandlungen ermöglicht.

Gefäßzugang – „Shunt“
Zur Versorgung der Dialysepatienten mit einem ordentlichen Gefäßzugang, meist einem sogenannten „Shunt“, arbeiten wir eng mit den Ärzten der Gefäßchirurgie zusammen. Die Duplexsonographie vor und nach Shunt-OP ist gut etabliert und eine wichtige Säule zur Versorgung unserer Patienten.

Intensivmedizin
Auf der Intensivstation versorgen wir in enger Kooperation mit der Anästhesie Patienten mit akutem Nierenversagen, oft im Rahmen eines Multiorganversagens. Hier stehen als Nierenersatzverfahren die kontinuierliche veno-venöse Hämofiltration, die intermittierende Hämodialyse als auch in speziellen Fällen – etwa bei hohem Blutungsrisiko und Gerinnungsstörungen – die kontinuierliche Hämodiafiltration unter lokaler Antikoagulation mit Citrat zur Verfügung. Auch akute Vergiftungen mit dialysierbaren Toxinen können effektiv behandelt werden.

Hypertonie
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von schweren Bluthochdruckformen. Bei den sogenannten sekundären Hypertonieformen ist eine zielführende Diagnostik oft schwierig, aber sehr lohnend, da die Ursache gezielt behandelt werden kann. Sowohl die endokrinologischen Ursachen als auch die renovaskuläre Hypertonie bei Nierenarterienstenosen werden konsequent diagnostiziert und behandelt, letztere in enger Kooperation mit unseren interventionellen Radiologen.

Rheumatologie
Besonderes Interesse gilt auch der Diagnostik und Therapie von rheumatischen Erkrankungen, insbesondere entzündlichen Bindegewebs- und Gefäßerkrankungen. Diese teilweise rasch voranschreitenden und mitunter lebensbedrohlichen Erkrankungen können durch den frühzeitigen Einsatz von immun-modulierenden Substanzen oft schnell und andauernd behandelt werden.

Diabetes mellitus
Der Diabetes mellitus und insbesondere die Behandlung der Spätkomplikationen ist uns ein ganz besonderes Anliegen. Berührungspunkte ergeben sich in der Nephrologie durch das sehr häufige Vorkommen der Niereninsuffizienz bei Diabetikern. Hier ist die intensive Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgie beim diabetischen Fuß als auch mit den Kollegen in der Klinik für Innere Medizin sowie den Ernährungs- und Stoffwechselberatern im Hause hervorzuheben.

Vollstationäre Versorgung mit Diagnostik und Therapie von Patienten mit Nieren-,  Autoimmun-, Rheuma-, und Hochdruckerkrankungen

  • Umfassende Diagnostik von Nierenerkrankungen durch:
      • Urindiagnostik und -sedimentbeurteilung
      • Spezielle Blutuntersuchungen
      • Nierenbiopsien zur feingeweblichen Untersuchung am Nierenregister des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Prof. Dr. med. Wiech)
      • Spezielle Ultraschalldiagnostik der Nieren und der Nierenarterien (Duplexsonographie)
  • Gefäßdiagnostik vor und nach Anlage von arteriovenösen Fisteln (Shunt) zur Hämodialyse
  • Anlage von permanenten Hämodialysekathetern (in Kooperation mit der Gefäßchirurgie)
  • Intermittierende Hämodialysen, stationär und teilstationär
  • Hämofiltrationsverfahren auf der Intensivstation bei akuten Nierenversagen
  • Citratdialyse (zur regionalen Antikoagulation) bei Blutungskomplikationen
  • Hämodialyse bei Vergiftungen
  • Plasmapherese (z.B. bei akuten immunologischen Systemerkrankungen)
  • Betreuung von Peritonealdialysepatienten, Schulung zur Peritonealdialyse, Anlage von Peritonealdialysekathetern (in Kooperation mit der Viszeralchirurgie)
  • Diagnostik und Therapie bei schwer therapierbarem Bluthochdruck inklusive endokrinologischer Bluthochdruckformen und der renovaskulären Hypertonie (in Kooperation mit der interventionellen Radiologie und der Gefäßchirurgie)
  • Diagnostik von Autoimmun-, und rheumatologischen Erkrankungen durch Blut- und Gewebsuntersuchungen, sowie verschiedenen bildgebenden Verfahren (in Kooperation mit der Radiologie)
  • Diagnostik und Therapie von chronischen Wunden bei Diabetes, arteriellen Durchblutungsstörungen, Gefäßentzündungen (in Kooperation mit der Gefäßchirurgie)
  • Langzeitbetreuung nach Nierentransplantation,
    inkl. stationärer Diagnostik und Therapie bei Komplikationen im Langzeitverlauf nach Nierentransplantation

Intensivmedizin

Internistische Intensivmedizin

Mit 20 Betten ist die interdisziplinäre Intensivstation die größte im nördlichen Rheinland-Pfalz - etwa die Hälfte der Betten wird durch die Klinik für Innere Medizin belegt. Rasch und fachkompetent werden alle internistischen Krankheitsbilder nach neuesten Regeln und Therapieverfahren behandelt. Zu den Routinemaßnahmen zählen zum Beispiel die Anlage passagerer Schrittmacher, die Vorhofüberstimulation oder die Anlage zentraler Zugänge (u.a. Sheldon-Katheter, Pulmonaliskatheter) mit entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen. Nierenersatzverfahren wie die kontinuierliche veno-venöse Hämofiltration, die intermittierende Hämodialyse als auch in speziellen Fällen die kontinuierliche Hämodiafiltration unter lokaler Antikoagulation mit Citrat stehen ständig zur Verfügung. Nicht zuletzt durch den auch von unserer Klinik im 4-Wochen Rhythmus gestellten Notarzt gehört die Versorgung von akuten Notfällen jeder Art zur regelmäßigen Arbeit.

Team

Dr. Knut Schäfer

Chefarzt für Innere Medizin und Nephrologie, Leiter der Schlaganfalleinheit / Facharzt für Gastroenterologie, Notfallmedizin, Palliativmedizin

E-Mail:knut.​schaefer@​marienhaus.​de

Markus Altmann

Oberarzt / Facharzt für Neurologie

Stefan Schilling

Oberarzt / Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie

E-Mail:stefan.​schilling@​marienhaus.​de

Dr. Tanja Zieren

Oberärztin / Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

E-Mail:tanja.​zieren@​marienhaus.​de

Patrick Lebro

Funktionsoberarzt / Facharzt für Innere Medizin, Akupunktur, Naturheilverfahren, Notfallmedizin, Psychotherapie, Suchtmed. Grundversorgung, Zusatzqualifikationen: Ernährungsmedizin (DGEM), Intensivtransport (DIVI), Leitender Notarzt

Klaus Fehlau

Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie

E-Mail:klaus.​fehlau@​marienhaus.​de

Thomas Hoffmann

Facharzt für Neurologie

Nina Christine Lepper

Assistenzärztin

Sharanya Nagendiran

Assistenzärztin

Klinik für Innere Medizin-Nephrologie/Schlaganfalleinheit

Leitung

Dr. Knut Schäfer

Chefarzt für Innere Medizin und Nephrologie, Leiter der Schlaganfalleinheit / Facharzt für Gastroenterologie, Notfallmedizin, Palliativmedizin

E-Mail:knut.​schaefer@​marienhaus.​de

Sekretariat

Hannelore Esser

Telefon:02631 82-1525
Telefax:02631 82-1628
E-Mail:hannelore.​esser@​marienhaus.​de

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

Friedrich-Ebert-Straße 59
56564 Neuwied
Telefon:02631 82-0
Telefax:02631 82-1243
Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de