Klinik für Orthopädie - EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Standort: Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

In unserer Klinik für Orthopädie, die mit 120 Betten die größte operative orthopädische Klinik in Rheinland-Pfalz ist, werden Patienten aus ganz Deutschland behandelt. In den modernen Operationssälen, die technisch auf dem neuesten Stand sind, werden etwa 3.000 operative Eingriffe im Jahr – sowohl stationär als auch ambulant –  durchgeführt.

Ein Schwerpunkt unserer Klinik für Orthopädie liegt auf der Endoprothetik der großen Gelenke, warum wir auch als EndoProthetikZentrum zertifiziert sind. So versorgen wir jährlich etwa 600 Patienten mit künstlichen Hüft-, ca. 600 Patienten mit künstlichen Knie- sowie mehr als 50 Patienten mit künstlichen Schultergelenken. Zudem führen wir im Jahr über 200 Revisionseingriffe an Hüft-, Knie- und Schulterprothesen durch.

Dadurch wird dem Patienten wieder ein schmerzfreies und mobiles Leben ermöglicht und die Lebensqualität gesteigert.

Wir veranstalten regelmäßig Patienten-Informationsabende: Die aktuellen Termine mit dem jeweiligen Thema finden Sie in unserem Veranstaltungskalender!

Hier geht`s zur Bildergalerie unserer Klinik und hier zu einem Film über unser Haus.

Leistungsspektrum: Hüft-, Knie-, Schulter-, Sprunggelenk-Endoprothetik

Hüft-Endoprothetik:

Wichtige Informationen vorab zu den verwendeten Hüftimplantaten: Immer wieder ist in den Medien von fehlerhaften Hüftimplantaten die Rede. Im Marienhaus Klinikum Bendorf – Neuwied – Waldbreitbach wurden zu keinem Zeitpunkt Oberflächenersatzprothesen mit „Metall-Metall-Gleitpaarung“ verwendet. Die bei uns im Haus eingesetzten Hüftprothesen entsprechen nachweislich dem höchsten Standard der Prüfstudien mit besten Ergebnissen in den Langzeitstudien. Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit an das Sekretariat unserer Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie unter Tel. 02622 708-4048 wenden.

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes erforderlich. Bei dieser Operation wird zunächst der durch die Arthrose zerstörte Hüftkopf entfernt. Anschließend wird die Gelenkpfanne zur Aufnahme der künstlichen Hüftpfanne vorbereitet und diese dann implantiert. Im dritten Teil des Eingriffes wird ein Metallschaft in den Oberschenkelknochen eingesetzt und das Kunstgelenk nach Aufsetzen des passenden Hüftkopfes wieder eingerenkt. Es erfolgt dann der Verschluß der Operationswunde.

In unserer Klinik stehen zahlreiche verschiedene Pfannen- und Schaft-Systeme zur Verfügung. Somit sind wir in der Lage, für jeden Patienten die exakt passende Prothese nach genauer digitaler präoperativer Planung zur Verfügung zu stellen. Hierzu wird anhand digital angefertigter Röntgenaufnahmen die jeweilige Prothese softwaregestützt am Computer individuell an der vorliegenden anatomischen Situation geplant. Die Wahl der Prothese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind vor allem das Alter des Patienten, aber auch die körperliche Verfassung vor der Operation, wie auch die anatomischen Vorraussetzungen von großer Bedeutung.

Bei jüngeren Patienten wird der Operateur am ehesten eine "zementfreie Prothese" auswählen, die ohne "Knochenzement" implantiert wird.

Bei Patienten mittleren Alters wird eine "teilzementierte Prothese", bei der der Schaft im "Knochenzement" implantiert wird, aus Gründen der höheren Stabilität und Langlebigkeit  bevorzugt.

Bei Patienten im fortgeschrittenen Alter ist es manchmal auch sinnvoll, sowohl Schaft wie auch Pfanne durch "Knochenzement" zu fixieren. Es erfolgt dann die Implantation einer „vollzementierten Prothese“.

In vielen Fällen kann der Ersatz des Hüftgelenkes auch durch eine sogenannte minimalinvasive Operationstechnik erfolgen. Die Vorteile hierbei sind eine Schonung der Muskulatur und die hierdurch beschleunigte Rehabilitation, sowie die kosmetisch nur sehr kleine Narbe.

Einen Sonderfall stellen Tumoren oder Metastasen im Hüftkopf oder Schenkelhals dar. Hierzu stehen Spezialprothesen zur Verfügung.

Da es sich um ein „Ersatzteil“ handelt, kann eine Hüftprothese im Laufe der Zeit locker werden. In diesem Fall ist eine Austauschoperation erforderlich. Hierbei werden der gelockerte Anteil (Hüftpfanne und/ oder Prothesenschaft) oder beide Prothesenteile ausgetauscht. Häufig sind Defekte im Knochen, vor allem im Bereich der Pfanne, auszubessern. Bei diesen Eingriffen können wir auf Spenderknochen aus unserer im Hause befindlichen Knochenbank sowie auf lagernde Spezialprothesen zurückgreifen, so dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.

Im Rahmen der Vorbereitungen für eine Prothesenoperation wird durch unsere Anästhesieabteilung, wenn erforderlich und durchführbar, eine Eigenblutspende veranlasst.

Knie-Endoprothetik:

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes erforderlich. Bei dieser Operation werden zunächst die durch die Arthrose zerstörten Gelenkanteile entfernt. Ist nur der innere oder der äußere Gelenkabschnitt geschädigt, ist die Implantation einer sogenannten Schlittenprothese möglich, bei der nur der betroffene Gelenkabschnitt endoprothetisch ersetzt wird. Sind mehrere Gelenkanteile oder die Kniescheibe von dem Verschleiß betroffen, muss ein Oberflächenersatz, bei dem alle Gelenkanteile ersetzt werden, durchgeführt werden. In diesen Fällen kommt in unserer Klinik am, häufigsten die Innex®-Prothese der Firma Zimmer® zur Anwendung. Ein weiterer verwendeter Prothesentyp ist das PFC®-Knie der Firma DePuy®. Die Prothesen sind durch ein bewegliches Polyethyleninlay gekennzeichnet. Hiervon verspricht man sich eine längere Haltbarkeit der Prothese.

Im Falle einer nachgewiesenen Metallallergie besteht die Möglichkeit zur Verwendung speziell beschichteter Prothesen, z.B. das Oxinium® Knie der Fa. Smith & Nephew®.

Bei einer starken Fehlstellung des Kniegelenkes im Sinne einer fortgeschrittenen X- oder O-Beinstellung mit begleitender ausgeprägter Lockerung der Seitenbänder muss eine so genannte gekoppelte Prothese implantiert werden, um die Stabilität des Kniegelenkes wiederherzustellen. Dies ist erfreulicherweise nur in Ausnahmefällen notwendig. Diese Prothese findet auch, neben anderen speziellen Prothesensystemen, Anwendung bei Prothesenwechseloperationen, die in unserer Klinik häufig durchgeführt werden.

Im Rahmen der Vorbereitungen für die Operation wird durch unsere Anästhesieabteilung, wenn erforderlich und durchführbar, eine Eigenblutspende veranlasst.

Schulter-Endoprothetik:

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, insbesondere auch nach Oberarmkopftrümmerbrüchen, kann die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes erforderlich sein. Bei dieser Operation wird der Oberarmkopf und ggf. auch die Pfanne endoprothetisch ersetzt, wobei die Prothese, je nach den individuellen Gegebenheiten, zementfrei oder zementiert implantiert werden kann. Zudem besteht fallabhängig auch die Möglichkeit zur Verwendung von Mini-Implantaten, sogenannten „stemless“ Prothesen oder die Durchführung eines reinen Ersatzes der Oberfläche des Gelenkes.

Zeitweise ist es auch erforderlich auf das Fehlen der stabilisierenden Rotatorenmanschette zu reagieren. Hierzu muss dann ein „inverses“ Schulterprothesenmodell implantiert werden. Bei diesen Modellen wird im Bereich der Gelenkpfanne eine sogenannte Glenosphäre eingesetzt. Dies ist ein kugelförmiger Aufsatz, unter der sich die Oberarmprothese unterhaken kann um somit, trotz fehlender Rotatorenmanschette,  einen stabilen Gelenklauf zu gewährleisten.

Alle Prothesenmodelle sind in unserem Hause vorrätig, so dass auch intraoperativ auf außergewöhnliche Situationen reagiert werden kann.
Nach der Operation erfolgt ein intensives krankengymnastisches und ergotherapeutisches Übungsprogramm, um eine gute Beweglichkeit und Funktion zu erzielen.

Sprunggelenk-Endoprothetik:

Der Gelenkersatz am oberen Sprunggelenk hat mit der Entwicklung der 3-Komponenten-Modelle und durch deren positiven mittelfristigen Ergebnisse eine neue Dimension in der Versorgung der rheumatoiden Arthritis und Arthrosen im Spätstadium herbeigeführt. Die erforderliche Schmerzlinderung bzw. Schmerzbeseitigung als wesentliches Ziel kann in hohem Maße erwartet werden. Eine entscheidende Funktionsverbesserung der teilversteiften und schmerzhaften Gelenkdestruktion am oberen Sprunggelenk wird durch die Endoprothese ermöglicht. Diese stellt einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Standardverfahren der Arthrodese (Versteifung) am oberen Sprunggelenk dar. Durch die erhaltene Mobilität des oberen Sprunggelenkes vermeidet man die negative Auswirkung einer Sprunggelenks-Versteifung auf die angrenzenden Gelenke. Zudem ist die für die Sprunggelenks-Versteifung erforderliche längerfristige Entlastung nicht notwendig. Darüber hinaus bietet die Sprunggelenks-Endoprothese, bei insgesamt betrachtet guter Prognose, immer noch die Rückzugsmöglichkeit einer Versteifungsoperation.

Leistungsspektrum: Fuß-OPs, Revision/Austausch, Kinder- und Sportorthopädie

Fußoperationen:

Zu den Erkrankungen des Fußes gehören: 

  • Angeborene Fußveränderungen (z.B. Klumpfuß, Sichelfuß) bei Säuglingen und Kleinkindern. Diese Erkrankungen gehören in den Bereich der Kinderorthopädie
  • Erworbene Fußfehlstellungen (Platt-, Knick-, Senk- und Spreizfuß) 
  • Erworbene Veränderungen des Fersenbeins (hinterer oder unterer Fersensporn) 
  • Zehenfehlstellungen (z.B. Hallux valgus, Hammer- oder Krallenzehen) 
  • Arthrosen und sonstige Degenerationen der Fußwurzel- und Zehengelenke (Hallux rigidus, Gichtarthropathie, rheumatische Veränderungen)
  • Arthrosen und Instabilitäten des oberen und unteren Sprunggelenkes

 

Die meisten der erworbenen Veränderungen werden, wenn nicht-operative (konservative) Maßnahmen wie Einlagen, Auspolsterungen, Schuhzurichtungen nicht ausreichen, operativ behandelt.

In unserer Klinik werden alle operativen Verfahren an Sehnen und Knochen des Fußes durchgeführt. Hierzu zählen auch Versteifungsoperationen oder der endoprothetische Ersatz des Sprunggelenkes.

Revision/Austausch:

Nach Jahren kann es zur Lockerung einer implantierten Totalendoprothese kommen. In solchen Fällen sind mitunter komplexe Autauschoperationen notwendig, die ein Höchstmaß an Erfahrung erfordern. Zudem kann es erforderlich sein, entstandene Knochendefekte entsprechend aufzubauen, um das Gelingen einer Austauschoperation überhaupt zu gewährleisten. Die Auffüllung von Knochendefekten kann dann durch Spenderknochen aus unserer hauseigenen Knochenbank erfolgen. 

Wir tragen mit unserer langjährigen Erfahrung, einem umfangreichen Materialspektrum sowie dem aufwändigen Vorhalten einer Knochenbank diesen Anforderungen Rechnung.

Kinderorthopädie:

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich der Kinderorthopädie. Zu den Krankheitsbildern, die in unserer Abteilung behandelt werden, gehören unter anderem:

  • Angeborene Fußdeformitäten (z.B. Sichelfuß, Klumpfuß, Zehenfehlstellungen, Spitzfuß) 
  • Fußdeformitäten durch Nervenerkrankungen (z.B. spastische Lähmungen mit Spitzfuß, Spitzplattfuß und Hackenfuß) 
  • Die Operationsmethoden bestehen hier in Sehnenverlängerungen und Sehnenverpflanzungen zur Umwidmung von Muskelfunktionen, so werden z.B. Beugemuskeln zu Streckmuskeln umfunktioniert
  • Am Kniegelenk die Behandlung von Knorpel-Knochen-Nekrosen mittels Unterfütterung und Knorpel-Knochen-Transplantation sowie die Beseitigung von Kniescheibendeformitäten und -verrenkungen 
  • Beseitigung von Beinlängendifferenzen durch Wachstumsbremsung an den knienahen Wachstumsfugen und die Beseitigung von Achsfehlstellungen wie X- oder O-Bein durch knöcherne Umstellung oder einseitige Bremsung der Wachstumsfuge 
  • Angeborene Fehlbildungen des Hüftgelenkes wie Verrenkungen, Fehlstellungen des Schenkelhalswinkels, Verbesserung der Hüftkopfüberdachung durch entsprechende Eingriffe am Becken (Umstellungen und Pfannenschwenkungen durch Durchtrennung des Darmbeins, des Sitzbeins und des Schambeins) 
  • Sehnendurchtrennungen und Sehnentransplantationen an Hüft- und Kniegelenk bei der spastischen Lähmung und Umstellungen bei Hüftkopfabrutsch 
  • Behandlung von Tumorerkrankungen aller Art durch Ausräumung des Tumorgewebes und Knochentransplantation durch Eigenknochen, Knochen aus der Knochenbank bzw. durch synthetischen Knochen 
  • Operative Behandlung von Handfehlstellungen, Fingerfehlstellungen, Sehnenscheidenverengungen (z.B. schnellender Daumen) und Trennung von zusammengewachsenen Fingern 
  • Behandlung von Frakturen und Luxationen im gesamten Skelettbereich 
  • An der Wirbelsäule gezielte Krankengymnastik und, wenn nötig, orthopädische Versorgung mit Korsetten etc. zur Behandlung von Seitverbiegungen der Wirbelsäule (Skoliose)

 

Sportorthopädie:

Die Zunahme an sportlichen Aktivitäten in der Bevölkerung bedingt gleichzeitig auch hiermit verbundene Verletzungen, die durch Überbeanspruchung oder Trauma ausgelöst werden können. So werden auch Leistungssportler in unserem Hause orthopädisch betreut. Zur Sportorthopädie gehört sowohl die Versorgung traumatischer Verletzungen (z.B. Knieverdrehtraumen, Bänderrisse am Sprunggelenk, Schulterverletzungen) als auch die Behandlung von Überlastungsschäden am gesamten Bewegungsapparat.

Die Behandlung erfolgt durch speziell in der Sportmedizin ausgebildete Ärzte.

Leistungsspektrum: Arthroskopische Operationen

Arthroskopische Operationen:

Arthroskopien und arthroskopische Operationen werden häufig auch als "Schlüssellochchirurgie" bezeichnet. Hierbei werden über einen kleinen Hautschnitt ein Arthroskop mit Videoanschluss sowie über einen zweiten Schnitt die für den Eingriff erforderlichen Instrumente in das Gelenk eingeführt. Prinzipiell sind arthroskopische Operationen an allen größeren Gelenken des Körpers möglich, z.B. am Knie-, Schulter-, Ellenbogen-, Sprung- und Hüftgelenk.

Am häufigsten erfolgen solche Eingriffe am Knie- sowie am Schultergelenk.

Kniegelenk:

Am Kniegelenk ist die Behandlung folgender Schäden durch eine Arthroskopie möglich: 

  • Bei Meniskusrissen wird, wenn möglich der Meniskus genäht. Ist dies nicht durchführbar, muss der betroffene Anteil des Meniskus unter Zuhilfenahme geeigneter Instrumente entfernt werden. Anschließend werden die Ränder durch ein spezielles Instrument (Shaver) geglättet. 
  • Bei Knorpelschäden ist es möglich, den zerfurchten Knorpel mit dem Shaver zu glätten. Bei tieferen, hierfür geeigneten Knorpeldefekten ist die Anbohrung zur Bildung von bindegewebigen "Ersatzknorpel" oder der Defektersatz mit die Knorpelbildung anregenden Ersatzmaterialien hilfreich. Störende Knochenüberstände können zudem abgetragen werden.
    Zusätzlich besteht die Möglichkeit zum Ersatz defekter Knorpelareale einerseits mittels Transplantation von Knorpelzylindern von unbelasteten Arealen auf die geschädigte Belastungszone (OATS-Technik) oder die Verpflanzung von zuvor angezüchteten Knorpelzellen in bestehende Defektzonen.
  • Ist nach einem Knietrauma das vordere und/oder hintere Kreuzband vollständig gerissen, können die Reste arthroskopisch entfernt und ein Ersatz aus körpereigenen Sehnen implantiert werden. Auch ist die Entfernung freier Gelenkkörper durch eine Arthrokopie möglich. 
  • Bei immer wieder auftretenden Kniegelenkergüssen ist die arthroskopische Entfernung der Gelenkschleimhaut häufig sinnvoll. Gleichzeitig kann auch, z. B. bei Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung, eine Schleimhautprobe zur feingeweblichen Untersuchung entnommen werden. Des Weiteren ist es möglich, Schleimhautfalten zu durchtrennen oder bei erhöhtem Anpressdruck der Kniescheibe, mit der Gefahr des vermehrten Knorpelabriebs, die seitliche Gelenkkapsel zu spalten (laterales Release).
    Nach Herausspringen der Kniescheibe mit traumatischem Zerreißen von führenden Bändern, können diese ebenfalls mittels eigenem Sehnenmaterial rekonstruiert werden (MPFL-Plastik), was vorzeitigen Verschleiß und ein erneutes Luxieren der Kniescheibe verhindert.

 

Eine weitere, häufig in unserer Abteilung arthroskopisch durchgeführte, Operation ist die Kreuzbandersatzplastik. Hierbei wird das gerissene vordere Kreuzband durch ein aus der Kniescheibensehne des betroffenen Beines gewonnenes Transplantat oder alternativ durch ein aus einer Muskelsehne gewonnenes Transplantat (M. Semitendinosus und ggf.  Gracilis) ersetzt.

Schultergelenk:

Erkrankungen des Schultergelenkes und der umgebenden Weichteile (Schleimbeutel, Muskeln, Sehnen) sind ein in der Praxis des Orthopäden ein häufiges Krankheitsbild.

Zu den Erkrankungen in diesem Bereich gehören: 

  • Chronische Entzündungen des Schleimbeutels unter dem Schulterdach 
  • Veränderungen der Sehnenmanschette der Schulter bis hin zum Sehnenriß (Rotatorenmanschettenruptur) 
  • Verschleiß des Gelenkes zwischen Schlüsselbein und Schulterdach (Acromioclaviculargelenksarthrose) 
  • Verschleiß des Schultergelenkes 
  • Instabilität des Schultergelenkes

Nach erfolgloser Behandlung durch Krankengymnastik, Elektrobehandlung, Spritzen und Medikamenten ist oft eine Operation erforderlich.
In vielen Fällen ist die arthroskopische Erweiterung des Schulterdaches ausreichend. Risse der Muskelmanschette müssen operativ versorgt werden, um weitere Gelenkschäden abzuwenden und die weitere Schulterfunktion sicherzustellen.

Im Bereich der Schulter sind folgende arthroskopischen Operationen möglich:

  • Erweiterung des Schulterdaches: Hierbei werden der entzündete Schleimbeutel und störende  Knochenspitzen im Bereich des Schulterdaches mit entsprechenden Instrumenten entfernt und der Raum unterhalb des Schulterdaches erweitert
  • Lösen von Verklebungen und eröffnen der Gelenkkapsel bei eingesteiftem Gelenk und verminderter Beweglichkeit
  • Naht und Rekonstruktion von Rotatorenmanschetteneinrissen, bzw. degenerativen Veränderungen der langen Bizepssehne
  • Ablösungen des Labrums (Gelenklippe) von der Gelenkpfanne, z.B. nach Ausrenken des Gelenkes können arthroskopisch an ihrer Ursprungsstelle fixiert und dadurch schmerzhafte Schulterinstabilitäten beseitigt werden 
  • Chronische Instabilitäten mit immer wiederkehrenden Ausrenkungen können durch eine arthroskopische Raffung der Gelenkkapsel effizient behoben werden 
  • Stabilisierung des Schlüsselbeines nach Schultereckgelenksprengungen mit künstlichen Ankern oder unter Zuhilfenahme körpereigener Sehnen
  • Erweiterung des Schultereckgelenkes bei Arthrose mit Entfernung der defekten Gelenkanteile
  • Entfernung freier Gelenkkörper aus dem Schultergelenk 
  • Knorpelglättung oder Entfernung der Schleimhaut und Entnahme einer Schleimhautprobe

Ellenbogen:

Am Ellenbogen können freie Gelenkkörper arthroskopisch entfernt werden.
Auch ist die Durchführung einer Arthroskopie mit Glättung des Knorpels bei beginnender Arthrose oder manchmal auch die Entfernung der Gelenkschleimhaut sinnvoll.

Sprunggelenk:

Im Bereich des oberen Sprunggelenkes kann ebenfalls bei beginnender Arthrose ähnlich wie beim Ellenbogengelenk geholfen werden. Neben der Glättung von Knorpel, Entfernung störender Knochenwulste und Schleimhautfalten, sowie der Anbohrung minderdurchbluteter Knochenareale mit Ablösung des Knorpels, sind auch, bei entsprechender Defektgröße, Knochen-Knorpel-Transplantationen oder die Versorgung mit künstlichem Ersatzmaterial möglich.

Bei fortgeschrittenem Verschleiß besteht auch die Möglichkeit zur endoprothetischen Versorgung.

Ambulante Leistungen

Kleinere orthopädisch/chirurgische Eingriffe, insbesondere arthroskopische Operationen, führen wir selbstverständlich auch in unserem ambulanten Operationszentrum durch.

Team

Dr. Markus Dücker

Chefarzt und Leiter der Physiotherapie St. Josef Bendorf / Facharzt für Orthopädie, Zusatzbezeichnungen: Spezielle Orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Sportmedizin

Dr. Jürgen Fey

Oberarzt / Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Christian Hoff

Oberarzt / Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung: Spezielle Orthopädische Chirurgie

Dr. Stefan Roland

Oberarzt / Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Ulf Taubert

Oberarzt / Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Klinik für Orthopädie - EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Leitung

Dr. Markus Dücker

Chefarzt und Leiter der Physiotherapie St. Josef Bendorf / Facharzt für Orthopädie, Zusatzbezeichnungen: Spezielle Orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Sportmedizin

Sekretariat

Tanja Simmat

Chefarztsekretariat

Telefon:02622 708-4048
Telefax:02622 708-4439
E-Mail:tanja.​simmat@​marienhaus.​de

Heidemarie Edelmann

Arztsekretariat

Telefon:02622 708-4063
E-Mail:heidemarie.​edelmann@​marienhaus.​de

Sprechstunde

Zur Terminvereinbarung für eine der u. g. Schwerpunktsprechstunden kontaktieren Sie bitte Frau Britscho, Frau Mensch oder Frau van Westenbrugge in unserer Ambulanz (Telefon 02622  708-4491).

Montag 12:00 – 16:00 Uhr:
Hüfte, Fuß, Sprunggelenk
Oberarzt Dr. Ulf Taubert

Dienstag 12:00 – 16:00 Uhr:
Knie
Oberarzt Dr. Jürgen Fey

Dienstag 12:00 – 15:00 Uhr:
Privatsprechstunde
Chefarzt Dr. Markus Dücker

Mittwoch 12:00 – 16:00 Uhr:
Schulter, obere Extremität
Oberarzt Dr. Stefan Roland

Donnerstag 12:00 – 16:00 Uhr:
Revisionen
Chefarzt Dr. Markus Dücker

Donnerstag nach Vereinbarung:
Kinderorthopädie
Oberarzt Dr. Jürgen Fey

sowie nach Vereinbarung

Onlineportale

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Zertifizierungen

Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

Margaretha-Flesch-Platz 1 (früher Entengasse 4-6)
56170 Bendorf
Telefon:02622 708-0
Telefax:02622 708-4555
Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de