Ärztliche Weiterbildung

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

PD Dr. Götz Lutterbey

Chefarzt / Facharzt für Radiologie, Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie

Telefon:02631 82-1491/1674
E-Mail:goetz.​lutterbey@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Radiologie: 60 Monate
  • Neuroradiologie: 36 Monate (in Kooperation mit Dr. Ingo Kureck, Praxis Dr. von Essen, Koblenz)

 

Weiterbildungskonzept Radiologie

Ziel

Ziel ist, dem in Weiterbildung befindlichen Arzt die im Weiterbildungskatalog vorgeschriebenen radiologischen Kompetenzen möglichst in der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit so zu vermitteln, dass ein breites Basiswissen auf hohem Niveau erworben werden kann und die Spezialkenntnisse der Abteilung vermittelt werden. Außerdem soll das Bewusstsein des Arztes hinsichtlich seiner Verantwortung gegenüber Patient, Arbeitgeber und Umfeld gestärkt werden.

Weiterbildungszeit

Die Weiterbildungszeit beträgt 60 Monate. Nach der neuen Weiterbildungsordnung kann die gesamte Zeit (5 Jahre) im Gebiet Radiologie abgeleistet werden oder 4 Jahre Radiologie und 12 Monate in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung.

Weiterbildungsinhalte

Allgemein
Unter Berücksichtigung gebietsspezifischer Ausprägungen beinhaltet die Weiterbildung auch den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in:

  • ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns
  • der ärztlichen Begutachtung
  • den Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements
  • der ärztlichen Gesprächsführung einschließlich der Beratung von Angehörigen
  • psychosomatischen Grundlagen
  • der interdisziplinären Zusammenarbeit
  • der Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese von Krankheiten
  • der Aufklärung und der Befunddokumentation
  • labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller und apparativer Auswertung (Basislabor)
  • medizinischen Notfallsituation
  • den Grundlagen der Pharmakotherapie einschließlich der Wechselwirkung
  • der Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs
  • der allgemeinen Schmerztherapie
  • der interdisziplinären Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik
  • einschließlich der Differentialindikation und Interpretation radiologischer Befunde im Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen
  • Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden
  • den psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen auf die Gesundheit
  • gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns
    den Strukturen des Gesundheitswesens

 

Fachspezifische Weiterbildungsinhalte

Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeit in

  • der Indikation mit ionisierenden Strahlen und kernphysikalischen Verfahren zu untersuchenden Erkrankungen
  • den radiologischen Untersuchungsverfahren mit ionisierenden Strahlen einschließlich ihrer Befundung
  • der Magnetresonanzverfahren und Spektroskopie einschließlich ihrer Befundung
  • der Sonographie einschließlich ihrer Befundung
  • den interventionell-radiologischen Verfahren, auch interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen einschließlich der Behandlung
  • akuter Schmerzzustände
  • der Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich
    lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktion und Wiederbelebung
  • den Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik bei Anwendung ionisierender Strahlen am Menschen
  • den physikalischen Grundlagen der Magnetresonanzverfahren und Biophysik einschließlich der Grundlagen der Patientenüberwachung sowie der Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Personal
    den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal
    einschließlich der Personalüberwachung sowie des baulichen und apparativen Strahlenschutzes
  • der Gerätekunde

 

Weiterbildung im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Nuklearmedizin des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Neuwied

Bei Arbeitsbeginn sind obligatorisch:

  • Vorstellung in der Abteilung
  • Vorstellung im Hause
  • Verschwiegenheitsliste
  • Strahlenschutzbelehrung   
  • Eintrag in Kürzelliste
  • Abarbeitung der Geräteliste (Medizinproduktgesetz – MPG, entsprechend des Arbeitseinsatzes)

 

Ablaufplan der Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie

1. Jahr

Im Institut werden pro Jahr ca. 50.000 Röntgenbilder angefertigt. Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Röntgendiagnostik.

Thema

  • Anatomie – Röntgen, CT, MRT
  • Strahlenschutz
  • Erstellung von Röntgenbefunden
  • Gerätetechnik
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Risikoaufklärung
  • Medizinische Notfallsituationen

 

Nach 6 Monaten erste Unfallchirurgische Konferenz (unter Aufsicht).
Nach 12 Monaten erster Bereitschaftsdienst (unter Aufsicht).

Pflicht

  • Teilnahme an klinisch-radiologischen Konferenzen

    • Medizinische Klinik  (täglich)
    • Intensivstation (täglich)
    • Urologie (einmal wöchentlich)
    • Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie (viermal wöchentlich)
    • Unfallchirurgie (täglich)
    • Pädiatrie (einmal wöchentlich)
    • Onko-Board (wöchentlich)
    • Brustzentrum (wöchentlich)
    • Gefäßkonferenz (täglich)

  • Qualitätskontrolle Röntgenbilder gemeinsam mit den MTRA´s (mind. viermal pro Jahr)
  • Erwerb der Fachkunde Notfalldiagnostik, Thorax und CT nach 12 Monaten
  • Erlangung von Zertifizierungspunkten
  • Abgabe der externen Weiterbildungsbescheinigungen zur Dokumentation innerhalb der Abteilung und zur Weitergabe an den Ärztlichen Direktor
  • Referate über radiologische Themen

 

Erwünscht

  • Mitgliedschaft in der Deutschen Röntgengesellschaft (gleichzeitig Erhalt der Zeitschrift Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren)
  • Mitgliedschaft im Berufsverband (Zeitschrift Der Radiologe)

 

Ausbildungsziel

  • „Fit“ in Skelettdiagnostik einschließlich Knochentumoren und Kinderradiologie
  • Gute Kenntnisse in der Röntgenthoraxdiagnostik einschließlich Kinderradiologie

 

2. Jahr

  • Vermittlung von Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Computertomographie (64-Zeilen-CT)
  • Ca. 5 000 Untersuchungen pro Jahr einschließlich Polytraumata, Neuroophthalmologischer Untersuchungen, CT-Angio, CT-Coronarangiographie, virtuelle Koloskopie
  • Computerrekontruktionen (2 und 3 dimensional)

    • CT-Anatomie (Vertiefung)
    • Strahlenschutz
    • Befunderstellung
    • Gerätetechnik

 

 3. Jahr

  • Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Kernspintomographie
  • Ca. 2 500 Patienten pro Jahr

    • MRCP, MR-Angio, Neuroophthalmologische Radiologie, Neuropädiatrische Radiologie, Kardio-MRT

  • Vertiefung der MRT-Anatomie
  • Gerätetechnik
  • Befunderstellung

 

4. Jahr

Ergänzend zum jeweiligen Arbeitsplatz:

  • Mammadiagnostik – alle ergänzenden Maßnahmen
    möglich einschließlich minimalen invasiven Mammainterventionen plus
    MR-Mamma
  • Interventionelle Radiologie
  • Sonographie (in Kooperation mit den Kliniken des Hauses)

 

5. Jahr

Ergänzend zum jeweiligen Arbeitsplatz: Vertiefung und Vervollständigung der Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten des Gesamtfaches Radiologie

Geboten werden

  • Doppelbefundung mit konstruktiver Kritik
  • Mindestens 75 strukturierte Unterrichtsstunden pro Jahr (Inhalte: Radiologische Themen, Qualitätsmanagement, Leitbild, Ethik, Quiz)
  • Mindestens 1 Mitarbeitergespräche pro Jahr (eines davon gem. §8 WBO)
  • Zum Selbststudium stehen zur Verfügung

    • eine große Bibliothek
    • große Fallsammlung

      • Rö.-Thorax
      • Rö.-Skelett
      • CT Schädel
      • CT Abdomen/Becken
      • CT Neuroophthalmologische Fragestellungen
      • Mammadiagnostik
      • Internet
      • Teilnahme an fachfremden hausinternen Weiterbildungsveranstaltungen
      • Teilnahme an klinisch-pathologischen Konferenzen
      • Teilnahme internen Fortbildungen (Mitarbeiter der Abteilung, des Krankenhauses und externe Referenten)
      • Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen
      • Bei Bedarf Vermittlung von Hospitationen


Die Weiterbildung wird individuell an den Kenntnisstand (erworben in einer Praxis oder einem anderen Krankenhaus) angepasst. Die volle Weiterbildungsermächtigung, die apparative Ausstattung, das vorhandene Lehrmaterial und der Wille aller potentiellen „Lehrer“ (CA, OA, FA) ermöglichen die Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie, sowohl nach der alten als auch nach der neuen Weiterbildungsordnung.

Teilnahme an externen Fortbildungen (Kosten werden großteils übernommen)

Klinik für Allgemein-,Visceral- und Gefäßchirurgie

Dr. Claus Schneider

Chefarzt / Facharzt für Allgemeinchirurgie, Visceralchirurgie / Spezielle Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, Zusatz: Palliativmedizin

E-Mail:claus.​schneider@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Basischirurgie: 18 Monate mit 6 Monaten Intensiv (Dr. Fresenius, Anästhesie) (komplett)
  • Visceralchirurgie: 48 Monate (komplett)
  • Spezielle Visceralchirurgie: 18 Monate

Dr. Franz-Josef Theis

Chefarzt / Operative, endovasculäre und konservative Gefäßmedizin / Facharzt für Allgemein-, Visceral-, Spezielle Visceral- und Gefäßchirurgie

Telefon:02631 82-1140
E-Mail:franz-​josef.​theis@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Gefäßchirurgie: 48 Monate (komplett)

 

 

Struktur der Weiterbildung in der Gefäßchirurgie

Durch die neue Weiterbildungsordnung, die eine 4-jährige Ausbildung zum Gefäßchirurgen vorsieht, kann eine fundierte Ausbildung gewährleistet werden.

Aufgrund der großen Operationsfrequenz mit weiter steigenden Patientenzahlen können in der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie des Marienhaus Klinikums 3-4 Weiterbildungsassistenten gleichzeitig im Fachgebiet Gefäßchirurgie ausgebildet werden.

Neben dem notwendigen Selbststudium sind regelmäßige Besuche interner und externer Fortbildungsveranstaltungen für den Assistenten vorgesehen, die vom Haus durch einen großzügigen Fortbildungspool unterstützt werden. Neben dem Erwerb der theoretischen Kenntnisse steht die praktische Ausbildung im Vordergrund. Den in der Gefäßchirurgie unerfahrenen Kollegen wird die Möglichkeit geboten, an praktischen Kursen teilzunehmen. Die Klinik führt seit 2008 einmal jährlich einen überregionalen Gefäßnahtkurs in Pfronten/Allgäu durch, der aufgrund der großen Resonanz beibehalten wird.

1. Jahr
Es erfolgt neben den Assistenzen bei kleinen und mittleren Eingriffen als erster oder zweiter Assistent bereits die Durchführung von kleineren gefäßchirurgischen Operationen (Varizen-Operationen, einfachen Diylyse-Shunts, Embolektomien).

2. Jahr
Unter Anleitung werden Eingriffe an der Femoralisgabel oder einfachere femoropopliteale Bypässe durchgeführt.

3. Jahr
Die Assistenten werden an schwierigere Operationen herangeführt, u. a. Operationen an der A. carotis, infragenuale Bypässe sowie Bypässe an den Beckenarterien und einfachere Aortenoperationen. 

4. Jahr
Es werden schwierige Gefäßoperationen vorgenommen, u. a. aortobiiliacale Eingriffe, transaxilläre Rippenresektionen bei Thoracic-Outlet-Syndrom oder auch Transpositionsoperationen an der A. subclavia.

Begleitend zur operativen Ausbildung ist als weiterer Bestandteil der gefäßchirurgischen Ausbildung das Erlernen nicht invasiver Untersuchungsmethoden wie Doppler- und Duplexsonographie von Bedeutung. Aufgrund der großen Patientenzahlen, die täglich in der gefäßchirurgischen Ambulanz versorgt werden, kann eine entsprechende Expertise relativ rasch erworben werden. Zuletzt ist noch die gutachterliche Tätigkeit zu nennen - die eingehenden Gefäßgutachten (einschließlich der Sozialgerichtsgutachten) werden unter Anleitung von Dr. Franz-Josef Theis gefertigt.

Klinik für Anästhesiologie und Intensiv-Medizin

Dr. Michael Fresenius

Chefarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Sonstiges: OP-Management, Ausbildung zum Transfusionsbeauftragten

E-Mail:michael.​fresenius@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

Anästhesiologie: 60 Monate
Intensivmedizin: 24 Monate

Weiterbildungskonzept der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Grundlage der Ausbildung zum Facharzt für Anästhesie und für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“, „Intensivmedizin“ ist die aktuell gültige Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.  

Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin ist an den Standorten Neuwied und Bendorf des Marienhaus Klinikums vertreten. Im Rahmen des Einarbeitungskonzeptes findet eine Rotation in beide Standorte statt. Vornehmlich wird, vor allem im ersten Ausbildungsjahr, ein Schwerpunkt auf den Einsatz in den Fachgebieten Gynäkologie/Geburtshilfe und Unfallchirurgie gelegt. Nach Beurteilung der Diensttauglichkeit erfolgt, frühestens nach 4-6 Monaten, der Einsatz im anästhesiologischen Vordergrunddienst.

Im Verlauf werden die Weiterbildungsassistenten gezielt in alle operativen Fachbereiche des Marienhaus Klinikums eingearbeitet. Hierbei wird besonderer Wert auf eine strukturierte Einarbeitung unter fachärztlicher Aufsicht gelegt. Ziel ist das Erreichen einer fundierten und breiten Ausbildung im Fachgebiet der Anästhesiologie.

Der Schwerpunkt des 3. Ausbildungsjahres bildet die Rotation auf unsere operative Intensivstation. Hier findet unter der Anleitung intensivmedizinisch erfahrener Kollegen und Oberärzte die Einarbeitung in diesen Bereich statt. Durch die vorhandene volle intensivmedizinische Weiterbildung (24 Monate) kann auch für eine spätere Weiterqualifikation im Rahmen der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin dieses Jahr voll angerechnet werden. Als Weiterbildungsassistent kann hier das volle apparative und fachliche Spektrum einer großen nichtuniversitären Intensivstation erworben werden (AnaConda, PiCCO plus, Hämofiltration incl. Citratdialyse, perkutane (Früh-)Tracheotomie mit verschiedensten Systemen, Neuromonitoring, etc.).

Die für die Fachkunde Rettungsdienst bzw. die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin notwendigen Mitfahrten bzw. notärztliche Einsätze können während der Dienstzeit absolviert werden, so dass die Beantragung nach dem zweiten Weiterbildungsjahr möglich ist. Eine anschließende Teilnahme am Notarztdienst der Klinik ist entsprechend möglich. Ein Ausbildungsschwerpunkt ist die Polytraumaversorgung im Rahmen des regionalen Traumazentrums des Traumanetzwerkes Mittelrhein. Hier orientieren wir uns an dem Versorgungsschema nach ATLS®.

Auf Wunsch kann zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“ auch eine Ausbildungsrotation auf die unter internistischer Leitung stehende 8-Betten-Palliativstation erfolgen.

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. Richard Berger

Chefarzt / Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Telefon:02631 82-1213
Telefax:02631 82-1629
E-Mail:richard.​berger@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe: 60 Monate
  • Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie: 36 Monate (in Kooperation mit Dr. med. Peter Ehscheidt / Praxis für Onkologie und Hämatologie, Neuwied)
  • Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin: 36 Monate - durch Dr. Maria Theresia Greve

Allgemeine Definition der Weiterbildungsziele, -zeit und -inhalte des Facharztes für Frauenheilkunde und Geburtshilfe:

Weiterbildungsziel

Ziel der Weiterbildung im Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte.

Weiterbildungszeit

60 Monaten bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5. Abs. 1 Satz 1, davon können

  • 6 Monate in einem anderen Gebiet angerechnet werden
  • bis zu 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes abgeleistet werden
  • bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden.
  • mögliche Weiterbildung im Marienhaus Klinikum : 60 Monate, davon geplante 24 Monate Geburtshilfe und 36 Monate Gynäkologie.

 

 Weiterbildungsinhalte Allgemein

  1. Die Vermittlung von ethischen, wissenschaftlichen- und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns.
  2. Die Grundsätze der ärztlichen Begutachtung.
  3. Die Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagement.
  4. Die ärztliche Gesprächführung mit Patienten, Angehörigen, niedergelassenen Kollegen und Mitarbeitern der Klinik im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit.
  5. Die Vermittlung von psychosomatischen Grundlagen
  6. Kenntnisse in der medizinischen Aufklärung und Befunddokumentation
  7. Fertigkeiten mit labortechnisch-gestützten Nachweisverfahren ( pH-Meßgerät) 
  8. Umgang mit medizinischen Notfallsituationen
  9. Vermittlung von Kenntnissen der Pharmakotherapie, der Wechselwirkungen von Arzneimitteln und des Arzneimittelmissbrauchs
  10. Grundlagen der allgemeinen Schmerztherapie
  11. Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden im Rahmen der Palliativstation
  12. Kenntnisse in den gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns unter psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen.
  13. Interdisziplinäre Indikationsstellung zur Diagnostik und Interpretation radiologischer Befunde bei gebietsbezogenen und gebietsübergreifenden Fragestellungen.
  14. Individuelle fachnahe Hospitation in angrenzenden Fachbereichen.

 

Planung der geburtshilflich-gynäkologische Weiterbildung im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

A Geburtshilfe

0 - 6 Monate (Basiskenntnisse)

  • Feststellung einer Schwangerschaft,  Mutterschaftsvorsorge
  • Erkennung und Behandlung von SS-Erkrankungen, Risikoschwangerschaften
  • Leitung von normalen Geburten auch mit Versorgung von Dammschnitten und Geburtsverletzungen 
  • Erstversorgung einschließlich Erstuntersuchung des Neugeborenen
  • Kenntnisse mit dem Umgang von geburtshilflichen Notfällen ( Atonie, Schulterdystokie) 
  • Wochenbettbetreuung
  • Befundung von ante- und intrapartalen CTG´s 
  • US-Untersuchungen einschließlich Dopplersonographie
  • Geburtshilfliche vaginale Untersuchung
  • Amnioskopie, MBU
  • Befundung von Laborwerten und mikrobiologischen Untersuchungsergebnissen
  • Anfertigung von zytologischen Abstrichpräparaten 
  • Arztbriefe, Kodierung

 

Nach 6 Monaten geburtshilflicher Ausbildung sollte ein Kenntnisstand erreicht sein, der selbstständige Bereitschaftsdienste erlaubt.

6 - 24 Monate

  • Vertiefung der bereits erlangten Kenntnisse in o.g. Punkten der Weiterbildung
  • Lokal- und Regionalanästhesien (50)
  • Leitung von normalen Geburten auch mit Versorgung von Dammschnitten und Geburtsverletzungen (200)
  • Geburtshilfliche Operationen, z.B. Sectio caesarea (20), VE

 

B Gynäkologie

0 - 6 Monate (Basiskenntnisse)

  • Betreuung der gyn. Station
  • Erkennung und Behandlung gyn. Erkrankungen
  • Gyn. Untersuchung
  • US-Untersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle
  • Aufklärung und Befunddokumentation
  • Arztbriefe, Kodierung

 

6 - 36 Monate

  • Betreuung der gyn. Station
  • Erkennung und Behandlung gyn. Erkrankungen
  • Gyn. Untersuchung
  • US-Untersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane und Brustdrüse
  • Kolposkopien
  • Basiskenntnisse der Chemo- und Antihormonellen Therapie
  • Infusions-, Transfusions-, und Blutersatztherapie
  • Allgemeine Schmerztherapie
  • Aufklärung und Befunddokumentation
  • Arztbriefe, Kodierung

 

Operative Eingriffe

  • 30 kleine Eingriffe am äußeren und inneren Genitale z.B. Abrasio, Nachkürettage, Hysteroskopie, Konisation ab dem 1. Ausbildungsjahr
  • 30 kleine laparoskopische Eingriffe und Mitwirkung an großen laparoskopischen Eingriffen
  • Vaginale, abdominelle Hysterektomien (individuelle Förderung nach Interesse)
  • 50 x Mitwirkung  an Eingriffen der Mamma. 
  • 20 x Mitwirkung an operativen Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade

 

Die Anzahl sollte am Ende der Facharztweiterbildung erreicht sein. Bei operativem Interesse und Geschick kann jederzeit eine intensive, individuelle Förderung vereinbart werden.

Fortbildungsangebote der Abteilung

  • Monatliche interne Fortbildungsveranstaltung zu aktuellen Themen
  • Mehrere große öffentliche Fortbildungen werden im Jahr durch die Klinik organisiert und durch die zuständige Ärztekammer zertifiziert.

Dr. Maria Theresia Greve

Oberärztin / Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Koordinatorin Brustzentrum)

Weiterbildungsbefugnisse

  • Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin: 36 Monate - in Kooperation mit der Praxis für Pränatalmedizin und Genetik, Meckenheim-Bonn-Neuwied 

Klinik für Innere Medizin-Gastroenterologie/Diabetologie/Pallativstation

Dr. Christian-René de Mas

Chefarzt / Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Zusatzbezeichnungen: Diabetologie DDG, Internistische Intensivmedizin, Flugmedizin, Palliativmedizin

E-Mail:christian-​rene.​de-​mas@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Innere Medizin und Allgemeinmedizin (Basis): 36 Monate (komplett) - zusammen mit Dr. Burkhard Hügl
  • Innere Medizin und Gastroenterologie: 36 Monate (komplett)
  • Intensivmedizin: 18 Monate

Weiterbildungskonzept der Klinik für Innere Medizin

Die Weiterbildung erfolgt auf der Grundlage eines gemeinsamen Konzeptes der Abteilungen für Gastroenterologie, Kardiologie und Nephrologie. Grundlage der Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin bzw. der Schwerpunkte ist die aktuell gültige Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.

Das gemeinsame Ausbildungskonzept für Berufsanfänger und neue Assistenten hat einen 3-Jahres-Rotationsplan zur Grundlage:  

  • 6 Monate gastroenterologische Station
  • 6 Monate kardiologische Station
  • 6 Monate nephrologische Station
  • 4 Monate Einarbeitung in die Sonographie des Abdomens und der Endoskopie mit Gastroskopie und  Koloskopie
  • 4 Monate Einarbeitung in die Echokardiographie, Ergometrie und Spirometrie
  • 6 Monate internistische Intensivstation mit Beatmung (integrieret in der interdisziplinären Intensivstation)
  • 4 Monate Notaufnahme 

Wünschenswert wäre vor Beginn der Einarbeitung in die Echokardiographie und die Sonographie des Abdomens die vorherige Absolvierung eines entsprechenden Grundkurses.

Jedem Assistenten steht im Moment ein Fortbildungsbudget von 500 €/Jahr für externe Weiterbildungen zur Verfügung. 

In den ersten 3 Monaten erfolgt zunächst eine Einarbeitung in den Stationsdienst ohne an den Nacht- und Wochenenddiensten teilnehmen zu müssen. Danach werden ca. 4 – 5 „Hausdienste“ pro Monat geleistet. Die Intensivstation wird von einem eigenen diensthabenden Arzt versorgt. Nach der 6 monatigen Einarbeitungszeit auf der Intensivstation können die Dienste auch auf der Intensivstation abgeleistet werden.
 
Nach 2 Jahren erfolgt die Rotation auf die Intensivstation und die Notaufnahme, so dass nach 3 Jahren die Ausbildung zum „Basis-Internisten“ abgeschlossen werden kann. Innerhalb dieser Zeit besteht die Möglichkeit zur Erlangung der Fachkunde Rettungsdienst bzw. der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und der Fachkunde Strahlenschutz.

Nach der abgeschlossenen Weiterbildung zu „Basis-Internisten“ besteht die Möglichkeit zur Subspezialisierung in der Gastroenterologie, der Kardiologie, der Nephrologie und zusätzlich   auch die Spezialisierung in der speziellen internistischen Intensivmedizin und der Palliativmedizin.

Für die Gastroenterologie und die Kardiologie liegen volle Weiterbildungsermächtigungen vor; für die Nephrologie 2 Jahre.

Dr. Andreas Pelletier

Oberarzt / Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Zusatzbezeichnung: Diabetologie DDG

Weiterbildungsbefugnisse

  • Diabetologie: 12 Monate

Dr. Heide Brumhard

Oberärztin / Fachärztin für Anästhesie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Palliativmedizin, Notfallmedizin und Naturheilverfahren

Weiterbildungsbefugnisse

Palliativmedizin: 6 Monate

Klinik für Innere Medizin-Kardiologie/Rhythmologie

Dr. Burkhard Hügl

Chefarzt / Facharzt für Kardiologie/Rhythmologie

Telefon:02631 82-1212
Telefax:02631 82-1626
E-Mail:burkhard.​huegl@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Innere Medizin und Allgemeinmedizin (Basis): 36 Monate (komplett); zusammen mit Dr. Christian-René de Mas
  • Kardiologie: die volle Facharztweiterbildung ist möglich

Weiterbildungskonzept der Klinik für Innere Medizin

 

Die Weiterbildung erfolgt auf der Grundlage eines gemeinsamen Konzeptes der Abteilungen für Gastroenterologie, Kardiologie und Nephrologie. Grundlage der Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin bzw. der Schwerpunkte ist die aktuell gültige Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.

Das gemeinsame Ausbildungskonzept für Berufsanfänger und neue Assistenten hat einen 3-Jahres-Rotationsplan zur Grundlage:  

  • 6 Monate gastroenterologische Station
  • 6 Monate kardiologische Station
  • 6 Monate nephrologische Station
  • 4 Monate Einarbeitung in die Sonographie des Abdomens und der Endoskopie mit Gastroskopie und  Koloskopie
  • 4 Monate Einarbeitung in die Echokardiographie, Ergometrie und Spirometrie
  • 6 Monate internistische Intensivstation mit Beatmung (integriert in der interdisziplinären Intensivstation)
  • 4 Monate Notaufnahme 

Wünschenswert wäre vor Beginn der Einarbeitung in die Echokardiographie und die Sonographie des Abdomens die vorherige Absolvierung eines entsprechenden Grundkurses.

Jedem Assistenten steht im Moment ein Fortbildungsbudget von 500 €/ Jahr für externe Weiterbildungen zur Verfügung. 

In den ersten 3 Monaten erfolgt zunächst eine Einarbeitung in den Stationsdienst ohne an den Nacht- und Wochenenddiensten teilnehmen zu müssen. Danach werden ca. 4 – 5 „Hausdienste“ pro Monat geleistet. Die Intensivstation wird von einem eigenen diensthabenden Arzt versorgt. Nach der 6 monatigen Einarbeitungszeit auf der Intensivstation können die Dienste auch auf der Intensivstation abgeleistet werden.
 
Nach 2 Jahren erfolgt die Rotation auf die Intensivstation und die Notaufnahme, so dass nach 3 Jahren die Ausbildung zum „Basis-Internisten“ abgeschlossen werden kann. Innerhalb dieser Zeit besteht die Möglichkeit zur Erlangung der Fachkunde Rettungsdienst bzw. der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und der Fachkunde Strahlenschutz.

Nach der abgeschlossenen Weiterbildung zu „Basis-Internisten“ besteht die Möglichkeit zur Subspezialisierung in der Gastroenterologie, der Kardiologie, der Nephrologie und zusätzlich auch die Spezialisierung in der speziellen internistischen Intensivmedizin und der Palliativmedizin.

Für die Gastroenterologie und die Kardiologie liegen volle Weiterbildungsermächtigungen vor; für die Nephrologie 2 Jahre.

Klinik für Innere Medizin-Nephrologie/Schlaganfalleinheit

Markus Altmann

Oberarzt / Facharzt für Neurologie

Weiterbildungsbefugnisse

Markus 

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Dr. Urban Himbert

Chefarzt / Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

E-Mail:urban.​himbert@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Kinderheilkunde/Jugendmedizin
  • Neonatologie


Facharztweiterbildung

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bildet ein breites Spektrum des Fachgebietes ab. Die Weiterbildungsassistenten durchlaufen die verschiedenen Bereiche der Pädiatrie inklusive der Frühgeborenen- und Kinderintensivmedizin im Rahmen eines standardisierten Rotationssystems. So wird allen Kollegen die Erlangung der für die Facharztreife erforderlichen Anwendungen ermöglicht.

Der Facharztkandidat erhält eine strukturierte Weiterbildung, die sich an seinen individuellen Bedürfnissen und Interessensschwerpunkten orientiert. Regelmäßige Mitarbeitergespräche mit dem Chefarzt wirken unterstützend auf dem Weg zum Facharzt.

Dr. Christoph Conrad

Oberarzt / Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Weiterbildungsbefugnisse

  • Neuropädiatrie: 30 Monate

 

Facharztweiterbildung

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bildet ein breites Spektrum des Fachgebietes ab. Die Weiterbildungsassistenten durchlaufen die verschiedenen Bereiche der Pädiatrie inklusive der Frühgeborenen- und Kinderintensivmedizin im Rahmen eines standardisierten Rotationssystems. So wird allen Kollegen die Erlangung der für die Facharztreife erforderlichen Anwendungen ermöglicht.

Der Facharztkandidat erhält eine strukturierte Weiterbildung, die sich an seinen individuellen Bedürfnissen und Interessensschwerpunkten orientiert. Regelmäßige Mitarbeitergespräche mit dem Chefarzt wirken unterstützend auf dem Weg zum Facharzt.

Klinik für Orthopädie - EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Dr. Markus Dücker

Chefarzt und Leiter der Physiotherapie St. Josef Bendorf / Facharzt für Orthopädie, Zusatzbezeichnungen: Spezielle Orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Sportmedizin

Weiterbildungsbefugnisse

  • Spezielle Orthopädische Chirurgie
  • Physikalische Therapie und Balneologie, Baustein Physikalische Therapie

Dr. Ulf Taubert

Oberarzt / Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Weiterbildungsbefugnisse

  • Chirurgie, stationäre Basis-Weiterbildung im Gebiet
  • Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Dr. Reinhard Fröder

Oberarzt / Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie

Weiterbildungsbefugnisse

  • Psychiatrie und Psychotherapie: 48 Monate (komplett)

Klinik für Urologie und Kinderurologie

Dr. Wolfgang Stollhof

Chefarzt / Facharzt für Urologie, Zusatzbezeichnungen: medikamentöse Tumortherapie, Andrologie, Röntgendiagnostik Harntrakt fachgebunden

Telefon:02631 82-1382
Telefax:02631 82-1627
E-Mail:wolfgang.​stollhof@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

  • Urologie: 60 Monate

Strukturierte Ausbildung der Assistenzärzte im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt/Fachärztin für Urologie

Ziel:
Ziel der Weiterbildung im Fachgebiet Urologie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und der Weiterbildungsinhalte.

Zeit:
Die Weiterbildungszeit beträgt 60 Monate an einer Weiterbildungsstätte § 5, Abs. 1. Von dieser Zeit können bis zu 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Chirurgie angerechnet werden. Dieser Passus ist in der neuen Weiterbildungsordnung geändert worden. Bislang war es verpflichtend vorgeschrieben, mindestens 1 Jahr Weiterbildung im Gebiet Chirurgie abzuleisten vor dem abgeschlossenen 3. Jahr der Weiterbildungszeit sowie insgesamt 48 Monate Urologie. Nach der neuen Weiterbildungsordnung kann die gesamte Facharztweiterbildung im Gebiet Urologie abgeleistet werden an einer Weiterbildungsstätte mit einem Weiterbildungsbefugten, der über eine Weiterbildungsermächtigung über 5 Jahre verfügt.

Weiterbildungsinhalt:
Neben dem Erwerb von Kenntnissen und Erfahrungen in der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Infektionen, Verletzungen, Fehlbildungen und Tumore des männlichen Urogenitalsystems und der weiblichen Harnorgane sowie der Notfallversorgung beinhaltet die Weiterbildung auch, folgende Aspekte, die im Verlauf der gesamten Weiterbildungszeit schrittweise im täglichen Tun erworben werden:

  1. Die Vermittlung von ethischen, wissenschaftlichen- und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns.
  2. Die Grundsätze der ärztlichen Begutachtung.
  3. Die Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements.
  4. Die ärztliche Gesprächsführung mit Patienten, Angehörigen, niedergelassenen Kollegen und Mitarbeitern der Klinik im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit.
  5. Die Vermittlung von psychosomatischen Grundlagen.
  6. Kenntnisse in der medizinischen Aufklärung und der Befunddokumentation.
  7. Fertigkeiten mit labortechnisch gestützten Nachweisverfahren (Basislabor).
  8. Den Umgang mit medizinischen Notfallsituationen.
  9. Die Vermittlung von Kenntnissen der Pharmakotherapie, der Wechselwirkungen von Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs.
  10. Grundlagen der allgemeinen Schmerztherapie.
  11. Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden im Rahmen der Palliativmedizin.
  12. Kenntnisse in den gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handels unter psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen.
  13. Die interdisziplinäre Indikationsstellung zur eingehenden Diagnostik und Interpretation radiologischer Befunde bei gebietsbezogenen und gebietsübergreifenden Fragestellungen.

 

Spezielle Inhalte der urologischen Weiterbildung:
Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten ganzjährig in:

  1. Erkennung und Behandlung der erektilen Dysfunktion, einschließlich der Erkennung andrologischer Störungen und Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung.
  2. Familienplanung und Sexualberatung des Mannes und des Paares einschließlich der Sterilisationsvasoresektion.
  3. Erkennung und Behandlung gebietsbezogener endokrin bedingter Alterungsprozesse.
  4. Erkennung proktologischer Erkrankungen und die Weiterleitung zur gezielten weiterführenden Behandlung.
  5. Die Ernährungsberatung und Diätetik bei urologischen Erkrankungen (Steinbildung).
  6. Die Erhebung intraoperativer, perioperativer, radiologischer Befunde unter besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes.
  7. Instrumentelle und funktionelle Untersuchungsmethode einschließlich der Urodynamik.
  8. Urologische Wundversorgung, Wundbehandlung und Verbandslehre.
  9. Die Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen (Beckenbodengymnastik).
  10. Die Erkennung und Behandlung urologischer Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und der Wiederbelebung.
  11. Eingehende Kenntnisse und Erfahrungen mit endoskopischen und minimal invasiven Operationsverfahren.
  12. Die Prinzipien der parenteralen und enteralen Ernährung und Nachbehandlung nach großen urologischen Tumoreingriffen.
  13. Die Indikationsstellung sachgerechter Probengewinnung und Behandlung für Laboruntersuchungen einschließlich zytodiagnostischer Verfahren mit Einordnung in das jeweilige Krankheitsbild (Urinzytologie).


Definierte urologische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren in der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Neuwied:

  1. Urologische Früherkennungsuntersuchungen: sie werden bei jeder urologischen Anamnese grundsätzlich durchgeführt ab dem 1. Tag der urologischen Weiterbildungszeit (Umfang ca. 1200 stationäre Patienten/Jahr).
  2. Kulturelle, bakteriologische und mykologische Untersuchungen im Urin, Prostatasekret und Ejakulat unter Verwendung von Nährböden, Keimzahlschätzung und Nachweis antimikrobieller Wirkstoffe mittels Hemmstofftest: in Absprache mit dem hausinternen Labor während der gesamten Weiterbildungszeit ab Beginn der Weiterbildung.
  3. Ejakulatuntersuchungen: In Absprache mit dem hausinternen Labor während der gesamten Weiterbildungszeit (Umfang ca. 100 Ejakulatanalysen/Jahr).
  4. Ultraschalluntersuchungen der Urogenitalorgane des Retroperitoneums, des Abdomens einschließlich Doppler/Duplexsonographien der Gefäße des Urogenitaltraktes: unter Anleitung der urologischen Fachärzte während der gesamten Weiterbildungszeit ab dem 1. Tag (Umfang ca. 1000 Sonographien/Jahr pro Assistent).
  5. Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich suprapubischer Zystostomie, Harnleiterschienung und Legen von Drainagen sowie Gewinnung von Untersuchungsmaterial: zunächst unter fachärztlicher Anleitung bis zur sicheren  Fertigkeit in der entsprechenden Technik ab dem 1. Tag der Weiterbildungszeit, da diese Maßnahmen auch notfallmäßig durchgeführt werden müssen im Rahmen des     Bereitschaftsdienstes (Umfang ca. 1000 transurethrale und suprapubische Katheterisierungen/Jahr pro Assistent und ca. 400 Neueinlagen, Wechsel und Ent-fernungen von Harnleiterschienen/Jahr für die Klinik). Die Einlage, der Wechsel und die Entfernung von Harnleiterschienen werden in der Regel erlernt im 2. Weiterbildungsjahr.
  6. Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik: unter entsprechender Beratung der urologischen Fachärzte und Oberärzte ab dem 1. Tag der Weiterbildung.
  7. Fachgebietsbezogene, lokale und regionale Anästhesien: ab dem 1. Tag der Weiterbildungszeit, beispielsweise zur Einlage eines suprapubischen Blasen-Fistel-Katheters etc.
  8. Urodynamische Untersuchungen einschließlich Provokationstests und Uroflowmetrie: ab dem 3. Jahr der Weiterbildungszeit.
  9. Extrakorporale Stosswellenbehandlung: ab dem 2. Jahr der Weiterbildungszeit.
  10. Urologische Eingriffe einschließlich endoskopischer, laparoskopischer lasertherapeutischer, ultraschallgesteuerter und sonstiger pyhsikalischer Verfahren, davon:

    1. 100 Eingriffe am äußeren Genitale und der Harnröhre z.B. Hodenbiopsie, Circumcision, Orchidopexien, Varicocelen- und Hydrocelenoperationen, Urethrotomien unter fachurologischer Assistenz ab dem 3. Monat der begonnen Weiterbildung zum Facharzt für Urologie,
    2. 100 Eingriffe an a) Harnblase und Prostata z. B. Harninkontinenzoperationen, Prostataadenomektomien einschließlich transurethraler Prostata- und Blasentumoroperationen:

      1. Harnblasentumorresektionen ab dem 2. Jahr der Weiterbildungszeit.
      2. Transurethrale Prostataoperationen ab dem 3. Jahr der Weiterbildungszeit.
      3. Harninkontinenzoperationen und Prostataadenomektomien ab dem 4. Jahr der Weiterbildungszeit.

    3. 50 Eingriffe an Niere, Harnleiter, Retroperitonealraum z. B. Nephrektomien, Urethroskopien, Nierenbeckenplastiken, perkutane Steinentfernungen, perkutane Nephrostomien. 

      1. Perkutane Punktionen und Nephrostomien ab dem 3. Jahr der Weiterbildungszeit.
      2. Ureteroskopien und Steinentfernungen ab dem 3. Jahr der Weiterbildungszeit.
      3. Nephrektomien, Nierenbeckenplastiken, PNLs ab dem 4. Jahr der Weiterbildungszeit.
      4. Größere Tumorchirurgische urologische Eingriffe ab dem 5. Jahr der Weiterbildungszeit.

    4. Mitwirkung bei mindestens 50 operativen Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade z. B. Radikaloperation bei urologischen Krebserkrankungen ab dem 2. Weiterbildungsjahr bei entsprechender operativer Eignung.


Zusatzqualifikationen:
Während der Weiterbildungszeit ist die Zusatzqualifikation Fachkunde-Strahlenschutz zu erwerben durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen.

Physiotherapie im Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

Dr. Markus Dücker

Chefarzt und Leiter der Physiotherapie St. Josef Bendorf / Facharzt für Orthopädie, Zusatzbezeichnungen: Spezielle Orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Sportmedizin

Weiterbildungsbefugnisse

  • Spezielle Orthopädische Chirurgie
  • Physikalische Therapie und Balneologie, Baustein Physikalische Therapie

Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Prof. Dr. Jörg Degenhardt

Chefarzt / Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie, Psychoanalyse, Geriatrie, Akupunktur, Homöopathie und Psychotraumatologie

Telefon:02631 82-1011
Telefax:02631 82-1021
E-Mail:joerg.​degenhardt@​marienhaus.​de

Weiterbildungsbefugnisse

    • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: 36 Monate (komplett)
    • Zusatzweiterbildung: Psychotherapie -fachgebunden- (komplett)
    • Zusatzweiterbildung: Psychoanalyse 60 Monate (komplett)
    • Psychiatrisches Jahr für Fachärzte Allgemeinmedizin, Neurologie und Psychosomatik: 12 Monate  komplett
    • Psychiatrie und Psychotherapie: 48 Monate (komplett) - durch Dr. Reinhard Fröder

      Dr. Reinhard Fröder

      Oberarzt / Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie

      Weiterbildungsbefugnisse

      • Psychiatrie und Psychotherapie: 48 Monate (komplett)

      Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

      Margaretha-Flesch-Platz 1 (früher Entengasse 4-6)
      56170 Bendorf
      Telefon:02622 708-0
      Telefax:02622 708-4555
      Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de

      Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

      Friedrich-Ebert-Straße 59
      56564 Neuwied
      Telefon:02631 82-0
      Telefax:02631 82-1243
      Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de

      Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach

      Margaretha-Flesch-Straße 4
      56588 Waldbreitbach
      Telefon:02638 923-9
      Telefax:02638 923-5626
      Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de

      Marienhaus Klinikum Haus St. Antonius Waldbreitbach

      Margaretha-Flesch-Straße 2
      56588 Waldbreitbach
      Telefon:02638 923-9
      Telefax:02638 923-5555
      Internet: http://www.marienhaus-klinikum.dehttp://www.marienhaus-klinikum.de

      Reha Rhein-Wied

      Andernacher Straße 70
      56564 Neuwied
      Telefon:02631 3970-0
      Telefax:02631 3970-70
      Internet: http://www.reha-rhein-wied.dehttp://www.reha-rhein-wied.de