Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Standort: Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach

In unserer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werden Erwachsene aufgenommen, die psychisch erkrankt sind und für deren akuten Krankheitszustand ambulante oder teilstationäre Behandlungsmaßnahmen nicht ausreichen. Zu solchen Krankheitsbildern gehören

  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Depressionen
  • Bipolare Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen, Borderline-Störungen
  • Suizidale Krisen
  • Belastungs- und Konfliktsituationen, Anpassungsstörungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Traumafolgestörungen
  • Angsterkrankungen (Phobien)
  • Zwangserkrankungen
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Demenz

 

Die 124 Betten der Klinik teilen sich auf in acht Stationen mit allgemeinpsychiatrischen und speziellen psychotherapeutischen Behandlungskonzepten.

In unserer Bildergalerie können Sie sich einen ersten Eindruck über unser Haus verschaffen!

Behandlungskonzepte

Insgesamt bietet unser Haus verschiedene Behandlungskonzepte:

Behandlungskonzept für akute psychiatrische Krankheitsbilder

Auf den beiden Akut-Aufnahmestationen werden akute psychiatrische Krankheitsbilder behandelt.
Der individuellen Schutzbedürftigkeit aufgrund eines ausgeprägten Krankheitsbildes eines Patienten (z.B. bei drohender Selbst- oder Fremdgefährdung) wird entsprochen, wobei das Bedürfnis und das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung so weit wie möglich respektiert wird.  

Behandlungsziele sind Entaktualisierung der Symptomatik, psychische Stabilisierung und Verbesserung der Eigenverantwortlichkeit.

Therapieangebote:
Pharmakotherapie, interventionelle Gespräche, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Psychoedukation Psychose, Hirnleistungstraining, Ergotherapie, Musiktherapie, PMR, Tanz und Bewegung; Aktivierung, Kraft- und Ausdauertraining, Seelsorgegespräche, besinnliche Stunde außerdem ist die Teilnahme an Gartengruppe und Arbeitstherapiegruppe möglich 

 

Alkohol- und Drogen-Entgiftungs-Konzept

  • für Patienten mit entgiftungsbedürftigen Abhängigkeiten (z.B. Alkohol, Drogen)
  • die Teilnahme am Entgiftungsprogramm setzt die freiwillige Entscheidung des Patienten hierfür voraus


Für Alkoholerkrankungen bieten wir eine körperliche Entgiftung mit einem Basisprogramm bestehend aus  Ergotherapie, Sozialarbeit, Psychoedukation und Kontakt zur Suchtberatung und Selbsthilfe an. In der Regel dauert ein körperlicher Entzug nicht länger als 7 Tage. Die Behandlung kann durch eine qualifizierte Entgiftung intensiviert werden, diese wird maximal einmal pro Jahr von den Krankenkassen finanziert.

 
Die Patienten erhalten hier zusätzliche Therapien: Schwerpunkt der Therapie sind Motivationsbehandlung und Klärung des weiteren Umgangs mit Alkohol. Nach der Entlassung ist es in der Regel wichtig, die Suchtberatung und eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Deshalb lernen die Patienten schon während ihres Klinikaufenthaltes eine Selbsthilfegruppe und die ambulante Suchtberatung kennen. Je nach körperlicher Verfassung erhalten sie leichte sportliche Aktivitäten wie Aquajogging, -gymnastik und Walken, sie haben die Möglichkeit, Entspannungstechniken zu erlernen, und die Aromatherapie beispielsweise kann ihnen helfen, ihre Sensibilität und ihre Sinneswahrnehmungen zu stärken. Zusätzlich nehmen sie am Training sozialer Kompetenz und an der Ergotherapie teil. Näheres entnehmen Sie bitte unserem Flyer "Qualifizierte Suchtbehandlung von Menschen mit Alkoholabhängigkeit". Mit den therapeutischen Elementen des Konzeptes sollen die akut bestehenden körperlichen Auswirkungen der Suchtmittel-Intoxikation reduziert werden sowie die Motivation des Patienten geweckt bzw. gestärkt werden, sich mit seiner Abhängigkeitsproblematik kritisch auseinander zu setzen und sich für weiterführende therapeutische Maßnahmen zu entscheiden.


Ein Konzept zur Behandlung für illegale Drogen bieten wir nicht. Wir führen nur Notfallbehandlungen durch, da es für diese Erkrankungen ein überregionales Angebot in der Rhein-Mosel-Fachklinik (Haus Martinsberg siehe https://www.rhein-mosel-fachklinik-andernach.de/leistungsspektrum/fachabteilungen/abteilung-fuer-suchtmedizin-und-sozialpsychiatrie/haus-martinsberg.html) möglich.

 

Behandlungskonzept für allgemein-/akutpsychiatrische Erkrankungen

Es werden depressive Erkrankungen, bipolare Störungen und Schizophrenie behandelt, darüber hinaus Angststörungen, Zwangsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Polytoxikomanie, Substanzmissbrauch bei komorbiden Psychosen.

Vorrangiges Ziel ist die Stabilisierung und Entaktualisierung der Symptomatik, Verbesserung der Selbststeuerung und der Selbstorganisation, Verbesserung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen, Verbesserung der Alltagsbewältigung, Förderung der Krankheitseinsicht, und die Wiedereingliederung in das soziale und berufliche Umfeld.

Therapieangebote:
Psychotherapeutische Einzelgespräche, Gruppentherapie, Pharmakotherapie, Pflegegespräche, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Stabilisierung, Abendrunde, Bewegungstherapie, Musiktherapie, Trommelgruppe, Ergotherapie, Hirnleistungstraining, Cog-Pack, Tanztherapie, Psychoedukation Psychose, Entspannungsverfahren (PMR, Aromameditation), Soziales Kompetenztraining (SKT), physikalische Therapie, Aquagymnastik, Nordic Walking, Rückengymnastik, Seelsorge; außerdem ist die Teilnahme an Essstörungskonzept, autogenem Training, Gartengruppe und Arbeitstherapiegruppe möglich.

Die Einteilung der Therapien erfolgt individuell nach Indikation.

 

Behandlungskonzept für allgemein- und akutpsychiatrische Erkrankungen bei älteren Menschen

  • Es werden alle psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder älterer Menschen behandelt, insbesondere Depression und Demenz
  • Therapieziele sind die Bewältigung und Neuorientierung im Kontext von belastenden Situationen (z.B. Trauer- und Krankheitsbewältigung). Während der Behandlung wird Symptomreduktion, Verbesserung der Selbstkontrolle und -organisation, Verbesserung sozialer und kommunikativer Kompetenzen, Verbesserung der Alltagsbewältigung und das Finden einer neuen Lebensperspektive angestrebt.

Therapieangebote:
Pharmakotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Pflegegespräche, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Achtsamkeitstherapie, Entspannungstherapie; Klangentspannung, Einzelgespräche, themenzentrierte Therapiegruppe, Abendrunde, Seelsorge, besinnliche Stunde, Hirnleistungstraining, Kochtraining, Lichttherapie, Psychoedukationsgruppe, Seniorengymnastik, Aquagymnastik, Nordic Walking

Die Einteilung der Therapien erfolgt individuell nach Indikation.

 

Behandlungskonzept für Psychosomatik

Es werden psychiatrisch und psychosomatisch erkrankte Menschen mit tiefenpsychologisch fundiertem sowie verhaltenstherapeutischem Ansatz behandelt, unter Einbeziehung systemischer und hypnotherapeutischer Interventionen.

Therapieziele sind die Bearbeitung und Bewältigung der aktuellen Belastungssituation, die Förderung eines realitätsangepassten Umgangs mit Problemen, Konflikten und Symptomen, die Verbesserung des Symptomverständnisses und ein konstruktiver Umgang mit psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen, sowie die Stärkung der individuellen Selbständigkeit und Belastbarkeit im Alltag und im Arbeitsleben.

Therapieangebote:
Einzel- und Gruppentherapie, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Angehörigengespräche, Pflegegespräche, Ausdruckstherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Tongruppe, Qi-Gong, Entspannungsverfahren (PMR, Klangentspannung, Aromatherapie), Klangschalenmassage, Stabilisierung, Abendrunde, Körpersensorik, Soziales Kompetenztraining (SKT), physikalische Therapie, Aquagymnastik, Sporttherapie, Aktivierungsgruppe, Seelsorge. Außerdem ist die Teilnahme an Essstörungskonzept, autogenem Training, Gartengruppe und Arbeitstherapiegruppe möglich.

Die Einteilung der Therapien erfolgt individuell nach Indikation.

 

Behandlungskonzept für Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen

Es werden insbesondere jüngere Patienten Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen, v.a. der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (Borderline Typ / impulsiver Typ), und Essstörungen mit tiefenpsychologisch fundiertem Ansatz, unter Einbeziehung verhaltenstherapeutischer und traumatherapeutischer Methoden, behandelt.

Der Stationsalltag auf der Johannesstation ist durch eine klare Struktur und klare Regeln organisiert, die Halt, Klarheit und Angemessenheit des Verhaltens in der konkreten sozialen Interaktion ermöglichen.

Therapieziele sind eine bessere Affekt-, Selbst- und Beziehungsregulation, Verbesserung der sozialen und interaktionellen Kompetenz sowie die Stärkung der Selbständigkeit und Belastbarkeit im Alltag.

Therapieangebote:
Einzeltherapie, Gruppentherapie, Bezugspflegegespräche, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Ergotherapie, Ausdruckstherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Stabilisierungsgruppe, Achtsamkeitstherapie, Sporttherapie, Nordic Walking, Qi-Gong, PMR, Aromatherapie, Genussgruppe, Seelsorge; außerdem ist die Teilnahme an autogenem Training, Gartengruppe und Arbeitstherapiegruppe möglich.

Bei Indikation ist die Teilnahme am Traumakonzept oder am Essstörungskonzept möglich

 

Kriseninterventionskonzept

Es werden psychiatrisch, psychisch und psychosomatisch erkrankte Menschen behandelt, mit dem Behandlungsschwerpunkt der Krisenintervention. Daneben werden auch komorbide Suchtmittelabhängigkeiten berücksichtigt.

Krisenintervention bedeutet Entaktualisierung, Klärung der Hintergründe und Bedingungen einer akuten Krise. Zusätzlich geht es um den Aufbau von Bewältigungskompetenz und Stabilität, Abklärung und ggf. Einleitung weiterführender Behandlungsmaßnahmen. Bei der Bewältigung beruflicher und sozialer Probleme wird ggf. Hilfe gestellt.

Therapieangebote:
Psychotherapeutische Einzelgespräche, Gruppentherapie, Sozialberatung für Patienten und Angehörige, Angehörigengespräche, Bezugspflegegespräche, Psychoedukation, Stabilisierung, Ergotherapie, Kunsttherapie, Tongruppe, Ausdruckstherapie, Achtsamkeitstherapie, Qi-Gong,  Entspannungsverfahren (AT,PMR, Tiefenentspannung, Klangentspannung), Soziales Kompetenztraining (SKT), Training emotionaler Kompetenz (TEK), Physikalische Therapie, Sporttherapie, Nordic Walking, Rückenschule, Seelsorge; außerdem ist die Teilnahme an Essstörungskonzept, autogenem Training, Gartengruppe und Arbeitstherapiegruppe möglich.

Die Einteilung der Therapien erfolgt individuell nach Indikation.


Ambulante Leistungen

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Dem Marienhaus Klinikum St. Antonius angegliedert ist eine psychiatrische Institutsambulanz. Hier können solche Patientinnen und Patienten ambulante psychiatrische Behandlung finden, die aufgrund der Art oder der Schwere ihres Krankheitsbildes nicht in der Lage sind, die Praxis eines niedergelassenen Arztes aufzusuchen oder sich auf die dortige Wartezimmer-Situation einzustellen. Gegebenenfalls können die Patienten auch zu Hause aufgesucht werden. Auch die fachärztliche Betreuung der Bewohner des Hauses St. Antonius wird durch die Institutsambulanz gewährleistet.

Team

Dr. Margareta Müller-Mbaye

Chefärztin / Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie

Telefon:02638 923-9 bzw. -5531

Dr. Ulrike Bauser

Oberärztin / Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie

Dr. Reinhard Fröder

Oberarzt / Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie

Dr. Georg Gerken

Oberarzt / Facharzt für Psychiatrie, Facharzt für Neurologie, Psychotherapie, Psychoanalyse

Frank Voss

Pflegedienstleitung Waldbreitbach / Heimleitung

Telefon:02638 923-5548
E-Mail:frank.​voss@​marienhaus.​de

Angelika Muß

Stv. Pflegedienstleitung / Ansprechpartnerin für Ausbildung Waldbreitbach

Telefon:02638 923-5582
E-Mail:angelika.​muss@​marienhaus.​de

Patrick Berlenbach

Stabsstelle Pflegemanagement

Telefon:02638 923-5542
E-Mail:patrick.​berlenbach@​marienhaus.​de

Waldemar Bender

Leitung Station Martin

Petra Hohn

Leitung Stationen Elisabeth und Hildegard

Wilfried Lorenz

Leitung Station Johannes

Heinz Ostermann

Leitung Station Michael

Christoph Raillard

Leitung Station Maria

Margit Schäfer

Leitung Station Vincenz

Heinz Weinand

Leitung Station Theresia

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Leitung

Dr. Margareta Müller-Mbaye

Chefärztin / Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie

Telefon:02638 923-9 bzw. -5531

Sekretariat

Brigitte Ronig

Telefon:02638 923-9 bzw. -5531
Telefax:02638 923-5626
E-Mail:brigitte.​ronig@​marienhaus.​de

Krisentelefon

Zur stationären Aufnahme ist die Einweisung eines niedergelassenen Arztes oder die Überweisung aus einem anderen Krankenhaus erforderlich. In Notfällen kann sie auch später nachgereicht werden. Menschen, die sich in einer seelischen Krisensituation befinden, können außerhalb der Sprechstunden psychosozialer Institutionen das Krisentelefon anrufen. In einem zeitlich begrenzten Gespräch werden Möglichkeiten der Krisenbegrenzung gesucht.

Krisentelefon: 02638 923-733      

•  erreichbar täglich von 17:00 bis 21:00 Uhr
•  an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 21:00 Uhr