Klinik für Innere Medizin-Gastroenterologie

Standort: Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

In unserer Klinik für Innere Medizin stehen insgesamt 128 Betten zur Verfügung. Der Fachbereich Gastroenterologie befasst sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei  auf der endoskopischen Diagnostik und Behandlung  von Frühtumoren des Verdauungstraktes und des Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsensystems. Neben der Magenspiegelung (Gastroskopie) und der Darmspiegelung (Coloskopie) kommen praktisch alle modernen endoskopischen Verfahren zur Anwendung.  Außerdem steht uns eine eigene Röntgenanlage für die Darstellung der Gallenwege (ERCP) zur Verfügung. Falls notwendig kann hier eine Spiegelung der Gallenwege (Cholangioskopie) durchgeführt werden. Ebenso bieten wir die Endoskopie des Dünndarms (Doppelballonendoskopie) an.  Die Endosonographie rundet das diagnostische Spektrum ab. Gewebeproben können nicht nur endoskopisch bei den Spiegelungen, sondern können auch im Rahmen einer  Bauchspiegelung (Laparoskopie) gezielt entnommen werden. Komplettiert wird das Fachspektrum durch die Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen (Hepatologie).

Ein weiterer Teil des Schwerpunktes Gastroenterologie ist die Hepatologie. Hier werden Patienten mit viralen (z.B. Hepatitis B und C-Infektionen)  und autoimmunologischen Lebererkrankungen (autoimmune Hepatitis, PBC und PSC) behandelt. Unserer Klinik gehört zum Kompetenz-Netzwerk Hepatitis und ist assoziierte Klinik der deutschen Leberstiftung. Darüber hinaus unterhalten wir als Lehrkrankenhaus eine enge Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universitätsklinik Mainz.

Da große therapeutischen Fortschritte der letzten Jahre auf dem Gebiet der Hepatitistherapie zu verzeichnen sind, können wir auf die aktuellen Erkenntnisse durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Kompetenz-Netzwerk Hepatitis zugreifen. Darüber hinaus unterhalten wir eine enge Zusammenarbeit mit der I. Medizinischen Klinik und der Transplantationschirurgie der Johannes Gutenberg-Universitätsklinik Mainz.

Ein besonderer Schwerpunkt besteht in den gastroenterologisch-endoskopischen Untersuchungen bei Kindern, die wir für die Kinderklinik unseres Hauses durchführen.

Neben dem Chefarzt Dr. Christian-René de Mas verfügen die Oberärzte Dr. Knut Schäfer und Dr. Andreas Pelletier sowie die Kollegen/innen Dr. Judith Girmscheid, Dr. Birgit Dickmeis und Herr Mieses Pun über die Schwerpunktbezeichnung "Gastroenterologie". Frau Halina Pries ist Fachärztin für Allgemeinmedizin.

Leistungsspektrum

Das diagnostische und therapeutische Angebot umfasst das gesamte gastroenterologische Spektrum:

  • Enteroskopie (Spiegelung des Dünndarms)
  • Coloskopie (Dickdarmspiegelung)
  • Rekto-/Sigmoidoskopie (Spiegelung des Enddarms)
  • ERCP (Spiegelung des Gallengangs-/Pankreasgangsystems)
  • Mini-Laparoskopie (Bauchspiegelung)
  • Endosonographie ("innerer Ultraschall")
  • Abdomensonographie
  • kontrastmittelverstärkte Sonographie
  • Organpunktion
  • H2-Atemtest


Hierbei werden alle gängigen Methoden der Blutstillung angewandt. Bei Verengungen (Stenosen) an Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang können je nach Ursache neben Aufdehnungen (Bougierung, Dilatation) auch Endoprothesen (Röhrchen aus Metall oder Kunststoff) eingesetzt werden. Bei allen endoskopischen Untersuchungen ist die Entnahme von Gewebeproben zur feingeweblichen Diagnostik möglich. Polypen und kleinere Tumore werden endoskopisch unter Vermeidung einer großen Bauchoperation mit der Elektroschlinge abgetragen.

Die Spiegelung des Dünndarms (Doppelballonendoskopie / Enteroskopie) erfolgt in ganz besonderen Fällen, wenn z.B. eine Blutungsquelle oder eine Verengung (Stenose) z.B. bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (Morbus Crohn) vermutet wird.

Gallengangs- und Bauchspeicheldrüsengangssteine können endoskopisch entfernt werden.

Die Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane werden sowohl von außen (perkutane Sonographie) als auch von innen/endoskopisch (Endosonographie) durchgeführt. Dabei können bereits winzige Veränderungen der Bauchorgane erfasst werden. Abszesse (Eiterherde) und zystische Veränderungen im Bauchraum können so ultraschallgesteuert entweder von  außen als auch von innen punktiert oder drainiert werden.

Zur Abklärung von Lebererkrankungen werden neben dem Ultraschall und besonderen Laboruntersuchungen entweder die perkutane, ultraschallgesteuerte Leberbiopsie oder auch  Bauchspiegelung (mit dem Minilaparoskop) kann ein direkter Blick auf die Leber und andere Bauchorgane einschließlich gezielter Entnahme einer Gewebeprobe erfolgen.

Intensiv- und Visceralmedizin und Diabetologie

Internistische Intensivmedizin

Mit 20 Betten ist die interdisziplinäre Intensivstation die größte im nördlichen Rheinland-Pfalz - etwa die Hälfte der Betten wird durch die Klinik für Innere Medizin belegt. Rasch und fachkompetent werden alle internistischen Krankheitsbilder nach neuesten Regeln und Therapieverfahren behandelt. Zu den Routinemaßnahmen zählen zum Beispiel die Anlage passagerer Schrittmacher, die Vorhofüberstimulation oder die Anlage zentraler Zugänge (u.a. Sheldon-Katheter, Pulmonaliskatheter) mit entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen. Sämtliche akuten gastrointestinalen Blutstillungsverfahren werden rund um die Uhr angeboten! Nierenersatzverfahren wie die kontinuierliche veno-venöse Hämofiltration, die intermittierende Hämodialyse als auch in speziellen Fällen die kontinuierliche Hämodiafiltration unter lokaler Antikoagulation mit Citrat stehen ständig zur Verfügung. Nicht zuletzt durch den auch von unserer Klinik im 4-Wochen Rhythmus gestellten Notarzt gehört die Versorgung von akuten  Notfällen jeder Art zur regelmäßigen Arbeit.

Visceralmedizin

Auf der interdisziplinären Visceralstation stehen derzeit 10 Betten zur Verfügung. Die medizinische Betreuung übernehmen gemeinsam Gastroenterologen und Ärzte für Visceralchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. C. Schneider. In  fachübergreifenden Visiten und Fallbesprechungen wird der beste und schnellste Behandlungsweg bei akuten und chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes festgelegt.

In der wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz wird für onkologische Erkrankungen die optimale, individuelle Behandlungsstrategie festgelegt. An diesen Konferenzen nehmen neben Gastroenterologen und chirurgischen Kollegen, Röntgenfachärzte, Strahlentherapeuten, Onkologen und Pathologen teil.

Diabetologie

Das Marienhaus Klinikum ist eine von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft anerkannte Behandlungs- und Schulungseinrichtung für Menschen mit Typ II Diabetes mellitus. Zu unseren Leistungen zählen:

  • stationäre Diagnostik und Therapie von Typ I und Typ II Diabetikern
  • ambulante und stationäre Schulung von Betroffenen: regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen

Schmerztagesklinik und Palliativstation

Schmerztagesklinik

Trotz der räumlichen Trennung gehört auch die Schmerztagesklinik  unter der Leitung von Frau Dr. Martina Zimmermann in Bendorf zur Klinik für Innere Medizin. Hier werden Patienten mit chronischen Schmerzen sowohl ärztlich, psychologisch, pflegerisch und physiotherapeutisch betreut.

 

Palliativstation

Die Palliativmedizin bildet einen Behandlungsschwerpunkt unserer Klinik. Ziel der palliativen (lindernden) Therapie ist es, die Lebensqualität von schwerkranken und nicht heilbaren Patientinnen und Patienten zu verbessern. Im Vordergrund stehen die Begleitung in dieser besonderen Lebensphase sowie die Linderung von belastenden Beschwerden, um auch in dieser Zeit ein selbstbestimmtes und lebenswertes Leben zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Familien und nahe stehender Bezugspersonen, ebenso das Eingehen auf Fragen aus dem spirituell-religiösen Bereich sowie Hilfe bei psychischen, sozialen und sozial-rechtlichen Anliegen.

Auf einer eigenen Palliativstation mit 8 Betten betreut unser interdisziplinäres Team (u. a. Ärzte, Pflege, Sozialdienst, Psychologen, Seelsorger) schwerkranke Patienten mit großer Kompetenz. Dabei kommen u. a. musik- und kunsttherapeutische Elemente zum Einsatz. 

Durch enge Vernetzung mit ambulanten Diensten sowie dem ambulanten Hospiz und regelmäßigen Austausch mit den Haus- und Fachärzten kann, nach Stabilisierung der Gesamtsituation, häufig eine Entlassung in die vertraute häusliche Umgebung oder eine geeignete Pflegeeinrichtung gelingen.

Weitere Informationen zu unserer Palliativstation finden Sie auch im Flyer, der in der rechten Spalte zum Download zur Verfügung steht.

Team

Dr. Christian-René de Mas

Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie / Diabetologe DDG / Internistische Intensivmedizin / Flugmedizin / Palliativmedizin

E-Mail:christian-rene.de-mas@marienhaus.de

Dr. Knut Schäfer

Komm. Chefarzt für Innere Medizin und Nephrologie / Facharzt für Gastroenterologie, Notfallmedizin, Palliativmedizin

E-Mail:knut.schaefer@marienhaus.de

Dr. Andreas Pelletier

Oberarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie / Diabetologie RP

E-Mail:andreas.pelletier@marienhaus.de

Kooperationen

Kooperationspartner

Transplantationszentrum, Mainz

Deutsche Leberstiftung

Kompetenznetzwerk Hepatitis

Klinik für Innere Medizin-Gastroenterologie

Leitung

Dr. Christian-René de Mas

Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie / Diabetologe DDG / Internistische Intensivmedizin / Flugmedizin / Palliativmedizin

E-Mail:christian-rene.de-mas@marienhaus.de

Sekretariat

Carolin Normann-Wehling

Telefon:02631 82-1973
Telefax:02631 82-1689
E-Mail:carolin.normann-wehling@marienhaus.de

Sprechstunde

Termine nach Vereinbarung

Zertifizierungen

Infomaterial für Patienten

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

Friedrich-Ebert-Straße 59
56564 Neuwied
Telefon:02631 82-0
Telefax:02631 82-1243
Internet:www.marienhaus-klinikum.dewww.marienhaus-klinikum.de