Das offene Bein im Mittelpunkt des 4. Neuwieder Wundtages

Beim 4. Neuwieder Wundtag im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied hatte das Fachpublikum erstmals die Möglichkeit, sein Wissen zum Thema „Chronische Wunden“ nicht nur theoretisch zu ergänzen, sondern auch praktisch anzuwenden.

von links: Redner beim 4. Neuwieder Wundtag im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied: Rita Jung, Bereichspflegedienstleitung, Dr. Claus Schneider, Peter Wack (alle Marienhaus Klinikum St. Elisabeth), Dr. Ute Schüller (MVZ St. Elisabeth), Dr. Franz-Josef Theis (Marienhaus Klinikum St. Elisabeth) Stefan Pickert (Reha Rhein-Wied), Angelika Broda, Larissa Glasomizki, Dr. Thomas Dahmen (alle Marienhaus Klinikum St. Elisabeth).

18.03.2014

Neuwied. Bereits zum 4. Mal veranstaltete die Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie seine Tagung zu Chronischen Wunden. Rund 80 Fachbesucher folgten der Einladung ins Marienhaus Klinikums St. Elisabeth in Neuwied Anfang März.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Neuwieder Wundtags stand das Ulcus cruris, landläufig als offenes Bein bekannt. Mit rund 560.000 Betroffenen in Deutschland liegen die Kosten für dieses Krankheitsbild volkswirtschaftlich bei ca. 3 Mrd. Euro jährlich; darin enthalten sind die Kosten für Krankenhausaufenthalt, ambulante Behandlung sowie den Arbeitsausfall.

Experten verschiedener Disziplinen stellten die Behandlungs- und Betreuungskonzepte zum offenen Bein vor: Dr. Thomas Dahmen, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, startete mit einem Vortrag über die Differentialdiagnosen beim Ulcus cruris. Peter Wack, ebenfalls Oberarzt der Klinik, ergänzte die aktuellen therapeutischen Ansätze und stellte die Methoden vor, die im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth erfolgreich zum Einsatz kommen.

Nach den medizinischen Konzepten stellten Angelika Broda und Larissa Glasomizki, beides Wundexpertinnen und Krankenschwestern im Marienhaus Klinikum, die pflegerische Betreuung von Patienten vor. Zudem erläuterten sie ein Konzept zur Patientenedukation, welches in den USA und der Schweiz schon umgesetzt wird, und dort dazu beiträgt, dass Patienten standardisiert und gleichzeitig individuell zum Umgang mit ihrem Krankheitsbild informiert und geschult werden. Simone Felgenheier, Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Pain Nurse, sensibilisierte die Anwesenden für die Wechselwirkung der Bereiche „Chronische Wunden“ und „Schmerzbehandlung“ und zeigte Möglichkeiten auf, Patienten das Leben mit ihren Wunden zu erleichtern. Stefan Pickert, Physiotherapeut und Dozent der Reha Rhein-Wied, stellte die therapeutischen Maßnahmen „Kompression“ und „Lymphdrainage“ beim offenen Bein vor. Dr. Ute Schüller, Ärztin am MVZ St. Elisabeth, hat einen Exkurs zum Lymph- und Lipödem unternommen, ein Krankheitsbild, welches – genau wie das offene Bein – mit Drainage und Kompressionstherapie behandelt wird und daher gut ins Tagesprogramm passte.

Nach den zahlreichen Vorträgen hatten die Besucher des 4. Neuwieder Wundtags dann die Möglichkeit, ihr neu erworbenes Wissen praktisch anzuwenden und konnten, angeleitet von Kerstin Tybussek (Lohmann & Rauscher), die Technik des Kompressionswickelns mithilfe einer Druckmesssonde üben.

In ihrem abschließenden Statement betonten die beiden Chefärzte der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirugie Dr. Claus Schneider und Dr. Franz-Josef Theis noch einmal, was in den verschiedenen Vorträgen des Tages immer wieder aufgezeigt wurde: Bedeutend für die Versorgung der Patienten ist die diziplinübergreifende Zusammenarbeit. Der Neuwieder Wundtag gibt dabei dem interdisziplinären Erfahrungsaustausch und der Vernetzung der an der Behandlung Beteiligten seit 2010 ein Forum: „Nur wenn alle Beteiligten, wie u. a. Hausärzte, Wundexperten, Chirurgen, Diabetologen, das Pflegepersonal aber auch Ernährungsberater oder Orthopädietechniker reibungslos zusammenarbeiten, ist eine optimale Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden möglich“, so Dr. Schneider.


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