„Ich brauche den festen Rahmen“

Projekt anlässlich der Heilig-Rock-Tage: Bewohner des Hauses St. Antonius denken über ihre Lebenswirklichkeit nach und bringen diese künstlerisch zum Ausdruck

Fotografin Anne Orthen fotografierte die Bewohner des Hauses St. Antonius für das Projekt „Alles im Rahmen?!“

09.04.2014

Waldbreitbach. „Alles im Rahmen?!“ – so ist das Projekt überschrieben, das anlässlich der Heilig-Rock-Tage Ende April die Caritas in Zusammenarbeit mit dem Bistum Trier initiiert hat. Vor allem Menschen mit Behinderungen sind aufgerufen, ihre Lebenswirklichkeit künstlerisch darzustellen. Auch Bewohner des Hauses St. Antonius, dieses ist ein Wohnheim für chronisch psychisch kranke Erwachsene und gehört zum Marienhaus Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach, beteiligen sich an der Aktion. Alle Einrichtungen, die an diesem Projekt teilnehmen, haben schlichte Holzrahmen erhalten. „Was wir mit diesen Rahmen machen oder wie wir sie füllen, ist unseren Bewohnern überlassen“, erklärt Carsten Durstewitz. Er arbeitet im Sozialen Dienst und führt gemeinsam mit den Bewohnern dieses Projekt durch.

„Die Bewohner sollten sich Gedanken machen, was ihr Leben in unserer Einrichtung ausmacht“, erläutert Heimleiterin Marion Kaster. Mitte März baten die Bewohner Anne Orthen, die Fotografin aus der Unternehmenskommunikation, sie in ihrer Lebenswirklichkeit zu fotografieren. Entstanden sind dabei unterschiedlichste Motive. Marlies Czoggalla-Knies zum Beispiel liebt die Natur und hat sich dabei ablichten lassen, wie sie einen Baum umarmt. Sie lebt in der Außenwohngruppe und war anfangs von dem Projekt wenig begeistert. „Aber es hat mich zum Nachdenken gebracht, und ich habe begonnen Tagebuch zu schreiben“, erzählt sie. Darin macht sie sich Gedanken, in welchen verschiedenen „Rahmen“ sie schon gelebt hat und welcher der richtige für sie ist. Vielleicht wird sie einen der Tagebuchtexte für den Bilderrahmen zur Verfügung stellen. Denn die Fotos sollen mit einem Text näher erklärt werden. „Wer nicht schreiben mag, der kann auch etwas malen oder basteln“, erläutert Durstewitz. Wichtig ist dabei nur, dass die Bewohner das Thema aufgreifen.

Das haben Durstewitz und seine Kollegen im Vorfeld besprochen. „Anfangs war der Zugang zu diesem abstrakten Thema etwas schwierig“, berichtet er. Aber mit ein paar einfachen Fragen haben sich die Bewohner gut darauf eingelassen. Marina Krieger beispielsweise gibt die geschützte Atmosphäre des Hauses St. Antonius Halt. „Ich habe immer wieder Depressionen und dann brauche ich den festen Rahmen hier“, erzählt sie. Ähnlich geht es Doris Rühschoff. Sie lebt bereits 43 Jahre in der Einrichtung und fühlt sich hier genau richtig.

Wie genau die Rahmen gestaltet werden, wollen Carsten Durstewitz und seine Kollegen gemeinsam mit den Bewohnern entscheiden. „Wir haben drei Rahmen, und eine erste Idee ist ein Triptychon“, berichtet er. Ende April werden die Rahmen aller teilnehmenden Einrichtungen in einer Ausstellung in Trier an einem Projekttag zusammengeführt. Und diese soll dann anschließend als Wanderausstellung durch das Bistum Trier reisen.

 

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