Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
noch immer ist die Harninkontinenz der Frau ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Dabei ist der ungewollte Urinverlust durchaus nicht selten. Zehn Prozent, also annähernd 8 Millionen Deutsche leiden – zumindest zeitweise – unter Harn- oder Stuhlinkontinenz. Oftmals geht diese Störung mit einem Deszensus genitalis einher. Um diesen Krankheitsbildern wirkungsvoll begegnen zu können, müssen niedergelassene Kollegen mit Experten in der Klinik kompetent und engmaschig zusammenarbeiten.
Im Rahmen unserer Veranstaltung möchten wir Ihnen gerne neueste Aspekte der Diagnostik und Therapie bei Harninkontinenz und Beckenbodensenkung näher bringen. Oftmals ist in erster Linie eine konservative Behandlung ausreichend. Hier steht je nach Form des Krankheitsbildes neben der medikamentösen Therapie die Physiotherapie des Beckenbodens – ggf. auch unter zusätzlichem Einsatz von Biofeedback und Elektrostimulation - im Vordergrund. Auch die Pessartherapie hat in den letzten Jahren wieder eine Renaissance erlebt.
Sollte eine konservative Strategie nicht zum Erfolg führen, steht uns mittlerweile ein großes Spektrum an operativen Techniken zur Rekonstruktion des Beckenbodens und der Blasenhalsregion zur Verfügung, das wir Ihnen gerne vorstellen.
Die Mitglieder unserer Klinik würden sich außerordentlich freuen, dieses wichtige klinische Teilgebiet unseres Faches mit Ihnen erörtern zu dürfen.


