Welt-Frühgeborenen-Tag mit Drillingen im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth:

Wenn der Start ins Leben nicht einfach ist

Melissa und Stefan Mückschel nutzen jede freie Minute mit ihren "Frühchen" Marie, Lisa und Sophie.

19.11.2019

„Schwangerschaft, Geburt, gemeinsam glücklich nach Hause“, so planen junge Eltern üblicherweise den Start in das Familienleben. Ganz anders verlief jedoch die Geburt von Marie, Lisa und Sophie Mückschel

Schon früh war eine Mehrlingsschwangerschaft bekannt. Aber erst bei einer Routineuntersuchung tauchte plötzlich ein dritter Herzton auf. Die angehenden Eltern Melissa und Stefan Mückschel freuten sich riesig: Drillinge! Routinemäßig wurde ein Termin für einen Kaiserschnitt festgelegt, der auf Grund des höheren Risikos für Mutter und Kinder bei Drillingen meist in der 34. und 36. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird.

Im Rahmen der Schwangerschafts-Kontrollen im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied fiel plötzlich eine Wachstumsdiskrepanz zwischen den Föten auf. Marie war deutlich kleiner als ihre Schwestern. Die Schwangerschaft von Melissa Mückschel wurde nun noch engmaschiger überwacht.

Am 11.10.19 war um 9 Uhr wieder ein Kontroll-Termin. Um 9:10 Uhr wurde festgestellt, dass die Herztöne von Marie abfielen. Plötzlich ging es sehr schnell. Drei Minuten später war die Entscheidung „Notkaiserschnitt“ gefallen. Schnell standen drei Ärzte und Melissa Mückschel befand sich auf dem Weg in den OP - mit nachvollziehbaren Sorgen um ihre ungeborenen Kinder.

Die ungeplante Notfall-Sectio der Drillinge war eine „große logistische Herausforderung“, so Dr. Michael Ehlen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Doch alles verlief gut: um 9:35 Uhr erblickte Marie mit 1090g, Lisa mit 1400g und Sophie mit 1460g das Licht der Welt. Den Vater erreichte die freudige Nachricht über die Geburt seiner drei Frühgeborenen mitten auf dem Weg zur Arbeit.

Nach der Geburt begannen neue emotionale Herausforderungen für die Eltern. Die drei Mädchen benötigten Atemhilfen, Magensonden, Wärmebettchen und viel Zeit im Brutkasten auf der Kinderintensivstation. Kuscheln ging lange Zeit nur mit „Sauerstofftülle“ wie Stefan Mückschel die Atemhilfe seiner Kinder nannte.

Seit der Entlassung der Mutter fahren die Eltern täglich vom Wohnort in die Klinik, rund 50 Kilometer, um ihre Kinder zusehen. Die Mädchen entwickeln sich sehr gut. In Kürze dürfen sie aus der Kinderintensivstation auf die Kinderstation umziehen. Voraussichtlich Ende November werden die drei Mädchen entlassen.

Die jungen Eltern fühlen sich im Marienhaus Klinikum „sehr gut aufgehoben“, so Stefan Mückschel. „Man bekommt alles beigebracht“ und wird „gut informiert“, lobt er. Dennoch freuen sie sich auf die Zeit zu Hause. Angst haben sie keine, „Respekt ja. Aber wir haben schon viel Unterstützung angekündigt bekommen von unseren Eltern, Freunden, Eltern von Freunden“, so der frischgebackene Vater. Dr. Ehlen „fiebert schon mit“. Er hat für die Familie bereits den Kontakt zum "Bunten Kreis Mittelrhein e.V.“ hergestellt, eine Initiative, die u.a. Familien mit frühgeborenen Kindern unterstützt.

Übrigens: Frühgeborene sind die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Rund 65.000 „Frühchen“ kommen jedes Jahr deutlich vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt.

Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

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