Sie wollen die Zukunft der Pflege aktiv mit gestalten

Die Marienhaus Unternehmensgruppe geht mit einer eigenen Liste in die Wahl zur ersten Pflegekammer in Rheinland-Pfalz Neuwied – darunter auch Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums Bendorf – Neuwied – Waldbreitbach.

18 Frauen und Männer aus der Trägerschaft kandidieren als Initiative gute Pflege – die Marienhausliste für die Wahl zur ersten Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. Auf der Marienhausliste haben sich aus dem Marienhaus Klinikum Bendorf – Neuwied – Waldbreitbach aufstellen lassen: Monika Kukla (rechts), Sabine Schofenberg (3. von links), Elisabeth Paffhausen (5. von links), Angelika Broda (6. von links)

17.11.2015

Neuwied. Die Pflege leistet einen enorm wichtigen Beitrag für unser gut funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem. Nur die entsprechende Anerkennung und Wertschätzung dafür erfährt sie nicht. Deshalb brauche die Pflege endlich ein Sprachrohr. Die Pflegekammer sei genau das richtige Instrument, um der Pflege eine Stimme zu geben und für ein besseres Selbstbewusstsein der Pflegenden zu sorgen, sagen sie. Darum kandidieren 18 Frauen und Männer aus der Trägerschaft zusammen auf einer Liste bei der Wahl zum ersten Parlament der Pflegenden am 11. Dezember. Als „Initiative gute Pflege – die Marienhausliste“ werben sie derzeit landesweit um die Stimmen ihrer Kolleginnen und Kollegen, weil ihnen ihr Beruf einfach am Herzen liegt und sie die Zukunft der Pflege aktiv mit gestalten wollen.

Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das eine Pflegekammer einrichtet und damit den Pflegenden die Chance gibt, eine starke Interessensvertretung in Form einer Kammer aufzubauen. Diese Pionierarbeit mit Ausarbeitung einer Hauptsatzung, einer Melde- und Wahlordnung leistet der Gründungsausschuss (siehe dazu unser Bericht in der Juli-Ausgabe), der auch die Wahl organisiert und durchführt.

In Rheinland-Pfalz gibt es (mindestens) 41.000 Frauen und Männer, die eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen haben und in der Pflege arbeiten. So viele Namen und Adressen haben die Einrichtungen respektive ihre Träger zumindest an den Gründungsausschuss gemeldet. Die mussten sich bis zum 16. Oktober registrieren lassen, um an der ersten Kammerwahl teilnehmen zu können. Weit über 25.000 haben das auch rechtzeitig getan.

Das Interesse an einer starken berufsständischen Vertretung ist also hoch; und entsprechend groß ist auch die Zahl der Listen, die sich am 11. Dezember zur Wahl stellen. Es werden 18 sein. Große Konkurrenz also für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als „Initiative gute Pflege – die Marienhausliste“ für das Parlament der Pflegenden kandidieren. Sie sind gleichwohl guten Mutes; denn „die Mischung stimmt“, wie Angelika Broda sagt. Sie ist freigestellte Praxisanleiterin und Wundexpertin im Marienhaus Kllinikum Bendorf – Neuwied – Waldbreitbach und steht mit drei weiteren Mitarbeitern aus dem Klinikum auf der  Marienhausliste. Will heißen: Auf der Liste finden sich Kandidaten aus dem Krankenhaus- und dem Altenhilfebereich, die Kinderkrankenpflege ist ebenso vertreten wie der Bildungsbereich, und selbst die Männerquote ist mit vier Kandidaten erfüllt. Und die Marienhaus-Kandidaten wollen in den nächsten Wochen auch noch ordentlich die Werbetrommel rühren – nicht nur in den trägereigenen Einrichtungen. Motto: Wir für Euch in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz!

Diese Wahl zum ersten Parlament der Pflegenden in Rheinland-Pfalz ist eine Listenwahl, also keine Personenwahl, und eine klassische Briefwahl. Die Wahlunterlagen bekommt jedes registrierte Mitglied ab dem 24. November zugeschickt, der ausgefüllte Stimmzettel muss bis zum 11. Dezember um 15.00 Uhr beim Wahlausschuss in Mainz eingegangen sein. Nach Auszählung der Stimmzettel wird feststehen, wer einen der 81 Sitze in der Pflegekammer errungen hat.

Das Parlament der Pflegenden wird Anfang 2016 den Präsidenten und den Vorstand wählen. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung ist für den 25. Januar 2016 terminiert. Die Vertreterversammlung wird dann auch über die Beitragsordnung entscheiden müssen und damit dann auch den momentan wild ins Kraut schießenden Gerüchten über die mögliche Beitragshöhe ein Ende bereiten.

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