Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin

  • Leitung
  • Sekretariat
  • Sprechstunde
  • Team
  • Zertifizierungen

Dr. Michael Fresenius

Chefarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Sonstiges: OP-Management, Ausbildung zum Transfusionsbeauftragten

Haben Dück

Nadine Schründer-Wüst

Schmerzsprechstunde nach Vereinbarung

Dr. Michael Fresenius

Chefarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Sonstiges: OP-Management, Ausbildung zum Transfusionsbeauftragten

Dr. Andreas Berg, DESA

Oberarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Notfallmedizin, Akupunktur, Ärztlicher Leiter Notarzt Notarztstandort MHK, Neuwied Ärztlicher Leiter Luftrettungszentrum Nürburgring, ABS-Expert (DGI),

Elisabeth Bergmann

Oberärztin / Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Fachkunde Rettungsdienst

Dr. Shahab Ghamari, DESA

Oberarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin

Rainer Kramprich

Oberarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Sonstiges: Hygiene-Beauftragter

Kerstin Mathies

Oberärztin / Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin

Dr. Johannes Rasbach

Oberarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung: spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Sonstiges: Transplantationsbeauftragter des Klinikums

Dr. Martin Reuber, DESA

Oberarzt in leitender Funktion / Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, ABS-Expert (DGI), Sonstiges: Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Dr. Anja Schmorleiz

Oberärztin / Fachärztin für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin, Fachkunde Rettungsdienst, Sonstiges: Klinikbeauftragte für die studentische Ausbildung (Universität Mainz, Uni Maastricht und EDU Malta)

Eike Stetter

Oberarzt / Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen: Notfallmedizin, Intensivtransport nach DIVI, PHTLS-Provider, EPC-Provider, EPALS-Provider, Sonstiges: Transfusionsbeauftragter der Abteilung

Daniel Dehnert

Leitung Station 12 Intensivstation

Annika Zülke

stv. Leitung Station 12 Intensivstation

Zertifizierungen

In unserer Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin werden jährlich mehr als 13.500 Narkosen in Form von Allgemein-, Regional- und Kombinationsanästhesien von einem erfahrenen Ärzteteam durchgeführt. Dabei sorgen wir im Marienhaus Klinikum am Standort Neuwied dafür, dass Ihre Operation und Narkose für Sie so angenehm und sicher wie möglich verläuft und Sie eine schnelle Genesung erfahren.

Vor der Operation untersuchen und befragen wir während des Prämedikationsgespräches alle Patienten hinsichtlich besonderer Vorerkrankungen oder möglicher Risikofaktoren und empfehlen Ihnen das für Sie beste Anästhesieverfahren.

Um eine optimale Einschätzung Ihres Risikoprofiles und größtmögliche Sicherheit während der Narkose zu gewährleisten und das ideale Narkoseverfahren bestimmen zu können, bitten wir Sie darum, folgende Unterlagen zum Arztgespräch mitzubringen:

  • Arztbriefe aus früheren Klinkaufenthalten
  • medizinische Anamnese (Krankengeschichte)
  • aktuelle Medikamentenliste
  • bei herzkranken Patienten, wenn möglich aktuelle kardiolgische Befunde
  • Allergiepass oder eine Liste mit bekannten Allergien
  • Anästhesieausweis bei Patienten mit Problemen bei früheren Narkosen
  • falls vorhanden: Vorsorge- und Betreuungsvollmachten

Während des Eingriffs überwachen und steuern wir mit modernsten Anästhesiegeräten sorgfältig die Vitalparameter wie Atmung, Kreislaufverhältnisse, Herztätigkeit sowie die Narkosetiefe (Narcotrend-Monitoring, Relaxometrie, PiCCO Monitoring).

Zu dem Aufgabengebiet der Klinik gehören ferner die Linderung von Schmerzen nach der Operation und Schmerzen während der Geburt. Dazu setzen wir verschiedene patientengerechte, moderne Verfahren der Schmerztherapie wie die patientenkontrollierte intravenöse oder epidurale Analgesie (PCIA/PCEA), kontinuierliche Periduralanästhesien oder Regionalanästhesieverfahren (Rumpfwandblockaden oder Extremitätenblockaden) ein.

Ein durch den TÜV Rheinland zertifizierter Akutschmerzdienst der Klinik betreut Sie nach der Operation gemeinsam mit den Kollegen der operativen Fächer. Tägliche Visiten der Patienten mit Schmerzkathetern oder Schmerzpumpen (PCA) tragen in hohem Maße zur Sicherheit und Patientenzufriedenheit bei.

Auch ambulante Patienten unserer operativen Fachabteilungen werden nach einem Behandlungspfad durch unsere Klinik betreut.

Als überregionale Besonderheit bieten wir postoperativ möglichst allen Patienten ein Wassereis an. Dies erhöht den Patientenkomfort und verhindert das Risiko von postoperativer Übelkeit.

 

Traumazentrum

Das Marienhaus Klinikum ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. Jedem Schwerverletzten wird im Marienhaus Klinikum rund um die Uhr eine bestmögliche standardisierte Versorgung ermöglicht und die bestehenden Versorgungskonzepte werden kontinuierlich weiter entwickelt.

  • Anästhesiologie

Anästhesiologie

Klinische Anästhesie

Moderne Anästhesieverfahren ermöglichen viele Operationen an Patienten über das gesamte Altersspektrum vom Neugeborenen bis zum hochbetagten Menschen mit ausgeprägtem Risikoprofil. Die zur Anwendung kommenden Verfahren werden an die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten und an deren Erkrankungen angepasst. Die Klinik für Anästhesiologie führt sowohl Allgemein- als auch eine Vielzahl von Regionalanästhesieverfahren durch:

Allgemeinanästhesien/Vollnarkosen
Bei der Allgemeinanästhesie bzw. Vollnarkose befinden sich die Patienten in einem tiefschlafähnlichen Zustand. Um dies zu erreichen, werden Kombinationen von sicher wirksamen und gut steuerbaren Medikamenten eingesetzt. Diese sind schmerzstillend und dienen evtl. auch der vorübergehend erforderlichen Muskelerschlaffung. Während der gesamten Operation werden die Vitalparameter jedes Patienten wie Atmung, Kreislaufverhältnisse und Herztätigkeit von einem Anästhesisten überwacht und gesteuert. Die Narkosetiefe wird mittels EEG-Registrierung (Narcotrend-Monitoring) überwacht. Am Operationsende wird noch im Operationssaal die Vollnarkose aufgehoben, so dass die Patienten bereits kurz nach Operationsende wieder wach und ansprechbar sind. Kurz nach der Operation wird der Patient im Aufwachraum überwacht und evtl. eine postoperative Schmerztherapie eingeleitet.

Unser Leistungsspektrum im Bereich Allgemeinanästhesien/Vollnarkosen:

  • Intravenöse Kurznarkose
  • Maskennarkose und Narkosen unter Einsatz sog. Kehlkopfmasken (Larynxmasken)
  • Intubationsnarkosen (mit Narkosegasen als "balancierte" Anästhesie oder als totale intravenöse Anästhesie (TIVA))
  • Als Sonderform der TIVA wird die prozessorgesteuerte, zielgerichtete intravenöse Anästhesie (TCI) über spezielle Medikamentenpumpen realisiert.
  • Kombinationsanästhesien: Regionalanästhesie oder Periduralkatheter, kombiniert mit einer Vollnarkose
  • Intraoperatives EEG (Narcotrend-Monitor) zur Messung der Narkosetiefe
  • Medianus-SSEP bei Operationen an den Halsschlagadern
  • Erweitertes hämodynamisches Monitoring bei großen Eingriffen oder Hochrisikopatienten mittels intraoperativen PiCCO-Monitoring
  • sammeln von Drainageblut und Retransfusion des Wundblutes (Maschinelle Autotransfusion)
  • Möglichkeit der intraoperativen transösophagiale Echokardiographie durch unsere erfahrenen Kardiologen

 

Regionalanästhesien (konventionell und ultraschallgesteuert)
Bei der Regionalanästhesie können die Patienten wach bleiben und den Operationsverlauf miterleben. Den Patienten kann auf Wunsch auch ein Beruhigungs- oder Schlafmittel injiziert werden, sodass sie den Aufenthalt im OP zum größten Teil „verschlafen“. Durch die Injektion von örtlichen Betäubungsmitteln in die Nähe von Nerven oder Nervenbahnen werden im Operationsbereich keinerlei Schmerzen während des Eingriffs gespürt. Über spezielle, hauchdünne Katheter kann diese willkommene Schmerzausschaltung/-linderung auch über das Operationsende hinweg, nötigenfalls über etliche Tage, weitergeführt werden.

Das früher übliche Aufsuchen der Nerven mittels eine Stromimpulses wird an unserer Klinik seit längerer Zeit nicht mehr praktiziert. Ultraschallgesteuerte Nervenblockaden, wie sie bei uns regelhaft durchgeführt werden tragen im hohen Maße zur Sicherheit und Zuverlässigkeit der Nervenblockaden bei. Hierzu stehen 3 hochmoderne, portable Ultraschallgeräte zur Verfügung.

 

Unser Leistungsspektrum im Bereich Regionalanästhesien

Handchirurgie und Operationen am Unterarm/Ellenbogen
•    Axilläre Plexusblockade (AxPlex)
•    Infraklaviculäre Plexusblockade (VIB)
•    Laterale infraklavikuläle sagitale Plexusblockade mit Katheter (LISB)
•    Supraclavikuläre Plexusblockade (SCB)
•    Intravenöse Regionalanästhesie IVR/ Bier`scher Block

Schulterchirurgie/Operationen am Oberarmkopf
•    Interskalenäre Plexusblockade (ISB) auch mit Kathetertechnik
•    Subscapularis Block bei Bewegungseinschränkungen der Schulter

Oberschenkel/Unterschenkel/Hüft-/Kniegelenk
•    Femoralisblockade (NFB) auch mit Katheter
•    Saphenusblockade 
•    Ischiadikusblockade (distal und proximal)
•    einseitige Spinalanästhesie nach Enk

Fußchirurgie
•    Fußblock
•    Saphenus/DIB

Rumpfwandblockaden (Mamma Chirurgie/Thoraxchirurgie etc.)
•    Transversus abdominis plane Blockade (TAP)
•    Erector spinae plane Blockade (ESP)
•    Seratus anterior Blockade (SAP)

Operationen an der Halsschlagader (Carotis-Chirugie)
•    In alleiniger Plexus cervikalis Blockade mit evtl. leichter Sedierung

 

Eigenblutspende/Transfusionsmedizin

Dank moderner blutungsarmer Operationstechniken können die meisten geplanten Eingriffe ohne Fremd- oder Eigenbluttransfusion durchgeführt werden. Ist bei geplanten Operationen mit einem größeren Blutverlust zu rechnen, kann evtl. in Kooperation mit dem DRK Bad Kreuznach Eigenblut gespendet werden. Wir sind aufgrund unserer apparativen Ausstattung in der Lage, das während der Operation verloren gehende Patientenblut aufzufangen, aufzubereiten und dem jeweiligen Patienten zeitnah zurück zu geben (Cell saver). Die Anwendung dieser Methode ist an bestimmte Voraussetzungen bezüglich der zugrunde liegenden Erkrankungen des individuellen Patienten geknüpft. Ziel unseres Gesamtkonzeptes ist die Vermeidung von Fremdblutübertragungen. Maßgeblich ist hier das sogenannte interdisziplinäre „Patient Blood Management Konzept“.

Trotzdem sind Fremdblutübertragungen in bestimmten Situationen unumgänglich. Deshalb stehen wir über unser Krankenhauslabor in engem Kontakt zum Blutdepot des Deutschen Roten Kreuzes, um im Bedarfsfall rasch auf geeignete Blutprodukte zurückgreifen zu können.

 

Schmerztherapie

  • Einsatz  von patienten- oder pflegekontrollierten intravenösen Schmerzverfahren
  • Periphere oder rückenmarksnahe Schmerzkatheter
  • Schmerzdienst in Neuwied durch speziell geschulte Pflegekräfte
  • Rund-um-die-Uhr Betreuung durch die Dienstärzte
  • Konsiltätigkeit durch Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie
  • Regelmäßig auditiertes, TÜV zertifiziertes, postoperatives Schmerzkonzept

Intensivmedizin

Operative Intensivmedizin

Patienten mit erhöhtem Risikoprofil, schweren Erkrankungen oder Verletzungen und Patienten nach komplizierten Eingriffen werden von unserer Klinik intensivmedizinisch behandelt. Hierzu verfügt unser Klinikum über eine moderne, großzügig ausgestattete Intensivstation mit 22 Betten auf der jährlich mehr als 1700 Patienten behandelt werden. Ein engagiertes Team aus zertifizierten Intensivmedizinern und Intensivpflegekräften steht rund um die Uhr zur Therapie von Schwerkranken bereit. Mit Hilfe effektiver Medikamente und modernster apparativer Verfahren können beeinträchtigte Organfunktionen vorübergehend unterstützt werden. Alle Mitarbeiter sind, in dieser dem Laien technisiert erscheinenden Umgebung, um eine von menschlicher Wärme geprägte Zuwendung für unsere Patienten und deren Angehörige bemüht.

Das Wohl und die ganzheitliche Sicht auf den Patienten bestimmen unser Handeln und das Streben nach einem würdevollen Umgang in diesem hochtechnisierten Bereich der Medizin.

 

Unser Leistungsspektrum im Bereich operative Intensivmedizin

  • elekronische Erfassung der Vitalparameter und digitale Medikamentenkurve mittels Dräger ICM® (erstes regionales Krankenhaus mit PDMS Etablierung mit über 10 Jahren Erfahrung)
  • Medikamenteninteraktionsprogramm zur Vermeidung unerwünschter Arzeimittelnebenwirkungen (AidClin-Programm)
  • invasives und nicht invasives Standardmonitoring
  • PiCCO-Monitoring bei kritisch Kranken und/oder kreislaufinstabilen Verhältnissen
  • Blutgasanalysen
  • bettseitiges Gerinnungsmonitoring mittels Rotationsthrombelastometrie  (Clot Pro®)
  • Therapie instabiler Kreislaufverhältnisse (Volumentherapie, Nitrate, Katecholamine, PDE-Hemmer u. a.)
  • bedarfsorientierte, lungenpreotektive Beatmungsmodi, inkl. nicht invasiver Beatmungstechniken
  • Physiotherapie (Atemtherapie, Kontrakturprophylaxe, Colonmassage,…)
  • Atemtraining (Alpha 301, Triflow, EZY PAP, HF-Therapie)
  • Parenterale und enterale Ernährungskonzepte
  • Antibiotic Stewardship durch abteilungseigene ABS Experten zur Optimierung antibiotischer Therapiekonzepte
  • regelhafte Bestimmung der Antibiotikaspiegel im Blut (Drug Monitoring)
  • flexible diagnostische und therapeutische (Video)-Bronchoskopien
  • Perkutane Dilatationstracheotomien (Ciaglia Blue Rhino)
  • Nierenfunktionsüberwachung und -therapie (Citratdialyse,  CVVHD, CVVHDF, intermittierende Hämodialyse durch Kooperation mit Kuratorium für Heimdialyse)
  • Ultraschalldiagnostik / Echokardiographie
  • Hirndrucküberwachung
  • Sedierungsüberwachung mittels permanentem 2-kanal EEG (Narcotrend IST)
  • frühe Mobilisierung der Patienten durch erfahrene Physiotherapeuten und Intensivpflegekräfte über die Empfehlungen der Fachgesellschaften hinaus
  • Konzepte zur Entwöhnung vom Beatmungsgerät (Weaning) und Sedierungssteuerung zur Vermeidung verlängerter Medikamentenwirkungen
  • Konzepte zur Erkennung und Verhinderung eines postoperativen Delirs
  • inhalative Sedierungskonzepte mit dem Mirus- und Anaconda-System

 

Notfallmedizin

Ein Kernbaustein des Fachgebietes Anästhesiologie ist neben der Intensivmedizin und der Schmerztherapie die Notfallmedizin.

In der täglichen Arbeit im OP und auf der Intensivstation führen die Anästhesisten im Haus permanent und routiniert notfallmedizinische Techniken wie Intubation, Anlage von Thoraxdrainagen oder Stabilisierung von Kreislaufzuständen durch. Dies kommt insbesondere den hohen notfallmedizinischen Ansprüchen zugute. In der Notfallmedizin müssen in kurzer Zeit Diagnosen gestellt und lebensrettende Maßnahmen strukturiert eingeleitet werden.


Boden- und luftgebundene präklinische Notarztversorgung
Die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin besetzt regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin mit eigenen Ärztinnen und Ärzten das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Stadt Neuwied. Der ärztliche Leiter des Notarztstandortes Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied wird ebenfalls durch die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin gestellt.

Der Notarzt wird mit dem NEF von der zuständigen Rettungsleitstelle Montabaur alarmiert.

Der besondere Anspruch in der Notfallmedizin ist es, auf die jeweilige Einsatzsituation medizinisch in kurzer Zeit adäquat zu reagieren, um weiteren Schaden vom Patienten abzuwenden und eine kurative – also heilende – Therapie einzuleiten. Das Spektrum der Einsätze geht von der Versorgung Schwerstverletzter nach Unfällen, internistischen Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Notfällen im Bereich der Kinderheilkunde bis hin zum psychiatrischen Notfall. Dies fordert ein hohes Maß an medizinischer Expertise, menschlicher Kompetenz und Flexibilität.

Neben der bodengebundenen Notfallmedizin besetzten erfahrene Fachärzte der Klinik mit besonderer Expertise im Bereich der Intensivmedizin an 365 Tagen im Jahr den Intensivtransporthubschrauber (ITH) „Air Rescue Nürburgring“.

Der ITH der Johanniter Luftrettung ist seit Mai 2016 fest am Luftrettungszentrum (LRZ) des Nürburgrings an 365 Tagen im Jahr stationiert. Primäre Aufgabe ist die notfallmedizinische Versorgung bei den Veranstaltungen auf dem Nürburgring und die Durchführung von Sekundärtransporten (Verlegung von einer Intensivstation in ein anderes Krankenhaus) der Marienhaus Unternehmensgruppe.

Subsidiär wird der ITH von der zuständigen Rettungsleitstelle Koblenz als Rettungshubschrauber für Primäreinsätze (akute Notfalleinsätze) in direkter Umgebung des Nürburgrings bzw. bei Auslastung der benachbarten Rettungshubschrauberstationen in Koblenz und Wittlich alarmiert.

Sekundärtransporte stellen besondere Ansprüche an die Crew eines ITH. Die Patienten werden häufig aufgrund der Schwere ihres Krankheitsbildes in ein Schwerpunktkrankenhaus verlegt. Der Transport stellt für diese Patienten ein Risiko dar, dass vorausschauend durch den Notarzt minimiert werden muss.

Die Alarmierung zu Primäreinsätzen erfolgt deutlich häufiger als im bodengebundenen Rettungsdienst zu traumatologischen und pädiatrischen Notfällen. Gerade die Stationierung am Nürburgring führt hier zu einem hohen Einsatzanteil traumatologischer Notfälle.

Alle an der Luftrettung teilnehmenden Ärzte der Klinik sind in der Anwendung der Prähospitalen Resusciativen Thorakotomie („Clampshell“ Thorakotomie) geschult. Diese Methode kann in seltenen Fällen eines traumatisch bedingten Kreislaufstillstandes zur Stabilisierung des Patienten beitragen. Dieses Konzept wird durch Mitarbeiter der Klinik auch überregional gelehrt.


Innerklinisches Notfallmanagement
Innerklinisch ist die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin für das Notfallmanagement der stationären Patienten zuständig. In diesem Rahmen kümmern sich die Mitarbeiter um die materielle Ausstattung der Stationen, die Schulungen des gesamten medizinischen Personals an den Standorten Neuwied und Waldbreitbach sowie die Organisation und Leitung des Notfallteams in Neuwied.

Mit über 50 Schulungen im Jahr werden alle medizinischen Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums regelmäßig in Reanimationsmaßnahmen praktisch geschult. Hinzu kommen weitere Spezialschulungen für Mitarbeiter von Funktionsabteilungen und der Intensivstation.

Die Stationen sind bereits seit mehreren Jahren mit modernen „Automatisierten Externen Defibrillatoren“ (AED) und einem speziellen Notfallkoffer für die Erstversorgung ausgestattet. Dies gewährleistet in der Weitläufigkeit des Klinikums immer einen leitliniengerechten schnellen und lebensrettenden Zugriff auf eine Defibrillationsbehandlung bei z. B. Kammerflimmern.


Klinische Traumaversorgung
Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied ist bereits seit vielen Jahren als regionales Traumazentrum zertifiziert.

Durch die breite Aufstellung der verschiedenen Fachabteilungen (u. a. Unfallchirurgie, traumatologische Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Handchirurgie, Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Urologie, Gynäkologie, Pädiatrie und Innere Medizin) können nahezu alle Verletzungsmuster schwerverletzer polytraumatisierter Patienten im Schockraum erstversorgt und nach notwendiger operativer Versorgung auf unserer Intensivstation weiterbehandelt werden.

Der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin kommen hierbei die Aufgaben der Sicherung der lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Kreislauf, eine adäquate Schmerztherapie und ggf. Narkoseeinleitung sowie die intensivmedizinische Weiterbehandlung mit allen modernen Behandlungsverfahren zu. Hierbei wird sich intersisziplinär eng am ATLS-Konzept der DGU orientiert.

Regelmäßige Schulungen der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter in aktuelle Schockraumkonzepte sichern eine hohe Versorgungsqualität. Neben der Ausbildung des eigenen Personals werden auch für umliegende Krankenhäuser Schulungen in modernen Schockraum- und Teamführungskonzepten (CRM) durchgeführt.

Fortbildungen

CRM-Kurs - Crew Resource Management 

Kennen Sie jemanden, der schon einmal ein falsches Medikament gespritzt hat? Wie konnte es dazu kommen? Meist ist es eine Verkettung vermeidbarer Fehler. Die meisten der Fehler, die wir pro Minute im Alltag machen, können wir schnell wieder korrigieren und so permanente Katastrophen verhindern. Wie aber lässt sich die Anzahl an menschlichen Fehlern und damit die Gefahr, eine Katastrophe zu erzeugen, reduzieren?

Zur professionellen Umsetzung des Crew Resource Management (CRM) im medizinischen Alltag ist ein regelmäßiges Training der Teamkommunikation und Teamzusammenarbeit unerlässlich.

In diesem Kurs werden die Leitsätze des CRM sowohl an klinischen wie auch an präklinischen Szenarien trainiert und im Debriefing besprochen, so dass jeder Teilnehmer in die Lage versetzt wird, an seinem individuellen Arbeitsplatz die Ressourcen des Teams effektiv zu nutzen und tragische Fehlerketten zu vermeiden.
 
Der Kurs richtet sich sowohl an klinisch, als auch an präklinisch tätiges ärztliches und nicht ärztliches Personal.

Kursgebühr
100,00 € pro Person incl. Kursunterlagen und Verpflegung
  60,00 € ermäßigt für Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach

Fragen und verbindliche Anmeldung per Mail an:
notfallmedizin.mhk(at)marienhaus.de
(Bitte Name, Vorname, Titel, Rechnungsadresse, Geburtsdatum und Arbeitgeber angeben.)

Für die Veranstaltung sind CME-Punkte bei der Bezirksärztekammer Koblenz beantragt. Ebenso wird die Anerkennung  als FRRP für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes beantragt.

 

DIVI-Kindernotfallkurs

Die Einsatzmeldung „Kindernotfall” bereitet selbst erfahrenen Notfallmedizinern und Rettungsdienstmitarbeitern ein großes Maß an Unbehagen. Dies spiegelt auch die große Resonanz auf unsere vergangenen Kurse wieder.

Umso mehr freuen wir uns, in diesem Jahr bereits den 3. Kindernotfallkurs nach Curriculum der DIVI anbieten zu können. Stück für Stück wird in diesem praxislastigen Kurs die Angst vor dem Kindernotfall systematisch genommen.

Der Kurs richtet sich an ÄrztInnen und NotfallärztInnen sowie NotfallsanitäterInnen und RettungsassistentInnen.

Kursgebühr:
365,00 € Kursgebühr incl. Kursunterlagen und Verpflegung
300,00 € ermäßigt für Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach

Fragen und verbindliche Anmeldung per Mail an:
notfallmedizin.mhk(at)marienhaus.de
(Bitte Name, Vorname, Titel, Rechnungsadresse, Geburtsdatum und Arbeitgeber angeben.)

Für die Veranstaltung sind CME-Punkte bei der Bezirksärztekammer Koblenz beantragt. Ebenso wird die Anerkennung als FRRP für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes beantragt.

 

ALS-Provider-Kurs - Teil 1 und Teil 2

Die Reanimationssituation lässt sich anhand von strukturierten Algorithmen auf der Grundlage der ERC-Guidelines gut abarbeiten. Für einen reibungslosen und optimalen Ablauf bedarf es allerdings eines guten Teamtrainings und einer guten Teamführung.

Auf diesen beiden Aspekten liegt der Fokus dieses Kurses. Es soll sowohl der Algorithmus im Team einstudiert, als auch jeder Teilnehmer zur Anleitung eines Reanimationsteams befähigt werden.
 
In Teil 1 liegt der Schwerpunkt auf Algorithmus, ABCDE-Schema und Teamführung. Im Teil 2 werden weitere Elemente wie Sonographie und Reanimationshilfen sinnvoll eingebaut sowie Reanimationssituationen unter speziellen Umständen trainiert.
 
Der Kurs richtet sich sowohl an präklinische Notfallmediziner und den Rettungsdienst als auch an klinisch tätige Reanimationsteams.

Kursgebühr pro Kurs:
100,00 € pro Person incl. Kursunterlagen und Verpflegung
  60,00 € ermäßigt für Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach

Fragen und verbindliche Anmeldung per Mail an:
notfallmedizin.mhk(at)marienhaus.de
(Bitte Name, Vorname, Titel, Rechnungsadresse, Geburtsdatum und Arbeitgeber angeben.)

Für die Veranstaltung sind CME-Punkte bei der Bezirksärztekammer Koblenz beantragt. Ebenso wird die Anerkennung  als FRRP für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes beantragt.

Marienhaus Klinikum St. Josef Bendorf

Margaretha-Flesch-Platz 1 (früher Entengasse 4-6)
56170 Bendorf
Telefon:02622 708-0
Telefax:02622 708-4555
Internet:www.marienhaus-klinikum.de/unserklinikum/standorte/marienhaus-klinikum-st-josef-bendorf/

Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach

Margaretha-Flesch-Straße 4
56588 Waldbreitbach
Telefon:02638 923-9
Telefax:02638 923-5626
Internet:www.marienhaus-klinikum.de/unserklinikum/standorte/marienhaus-klinikum-st-antonius-waldbreitbach/

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

Friedrich-Ebert-Straße 59
56564 Neuwied
Telefon:02631 82-0
Telefax:02631 82-1243
Internet:www.marienhaus-klinikum.de/unserklinikum/standorte/marienhaus-klinikum-st-elisabeth-neuwied/