Risikoschwangerschaft mit Typ 1 Diabetes

Ein Kinderwunsch mit Typ 1 Diabetes ist für die betroffenen Frauen immer eine große Herausforderung

Die frischgebackenen Mütter - Laura Brandt (3. v. li) und Parvana Dursunova (5. v. li.) – fühlen sich gut aufgehoben im Diabetes- und Ärzteteam des Marienhaus Klinikums: Dorothee Hildebrand (Diabetesberaterin DDG, 1. v. li.), Dr. Pelletier (Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie, 2. v. li.), Schwester Bettina Schäfer (3 v. li.), Sabine Auer (Diabetesberaterin DDG, 2. v. re.) und Dr. Susanne Liebmann (Assistenzärztin, 1. v. re.),

23.01.2020

Neuwied. Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied unterstützt Frauen mit dieser Diagnose vor und während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt. Diese Unterstützung erfuhren auch Parvana Dursunova und Laura Brandt, die beide nach einer schwierigen Risikoschwangerschaft gesunde Kinder geboren haben.

 

Dass Sie heute ein gesundes zweites Kind in den Armen halten kann ist für Parvana Dursunova ein „großes Geschenk!“. Auch Laura Brandt ist glücklich, dass sie mit einer gesunden Tochter das Krankenhaus verlassen kann, dabei hatte sie große „Angst, dass das Kind etwas abbekommt“.

 

Schwangerschaften bei Typ 1 Diabetikerrinnen sind Risiko-Schwangerschaften und bedürfen einer gemeinsamen Betreuung durch spezialisierte Diabetologen, Geburtsmediziner und Neonatologen in enger Kooperation mit erfahrenen Hebammen, Augenärzten und anderen Fachgebieten. „Eine Typ 1 Diabetes während der Schwangerschaft ist meist nicht einfach einzustellen und muss sehr engmaschig betreut werden“, so Sabine Auer, Diabetesberaterin DDG im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied. „Denn für einen guten Verlauf der Schwangerschaft und eine gesunde kindliche Entwicklung müssen die Blutzuckerwerte optimal eingestellt sein“, ergänzt die erfahrene Diabetesberaterin, die beide Mütter schon im Vorfeld und bei vorherigen Schwangerschaften betreut hat.

 

„Beide Mütter waren zu Schwangerschaftsbeginn diabetolgisch recht  gut eingestellt“, weiß Dorothee Hildebrand, ebenfalls Diabetesberaterin DDG im Marienhaus Klinikum. „Doch während der Schwangerschaft ändert sich der Insulinbedarf durch die hormonelle Situation und macht eine engmaschige Kontrolle der Blutzuckerwerte mit ständiger Anpassung der Insulindosis nötig“, so Hildebrand. Aus diesem Grunde werden Patientinnen mit Typ 1 Diabetes während des stationären Aufenthaltes intensiv vom Diabetesteam unterstützt.

 

Frau Brandt und Frau Dursunova bestimmen ihren Blutzucker mit einem Glukosesensor. Dies ist ein kleines Gerät, welches mit einem dünnen Katheter mit dem Unterhaut-Fettgewebe verbunden ist und den Gewebszucker an das Gerät sendet. Somit kann der Blutzuckerverlauf über Tag und Nacht genauer beobachtet und die Planung der richtigen Insulindosis entsprechend angepasst werden. „Bis zur 14. Schwangerschaftswoche etwa sinkt der Insulinbedarf, steigt ab Schwangerschaftsmitte wieder an und sinkt zur Geburt hin wieder ab“, beschreibt Dr. Andreas Pelletier, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied. Spezielle Bluttests, Pränataluntersuchungen, ggf. Keton-Tests und eine optimale Ernährung – besonders hinsichtlich einer ausgewogenen Energie- und Nährstoffversorgung sind besonders wichtig und machen eine gute Zusammenarbeit zwischen Diabetesteam und den Ärzten der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unabdingbar.

 

„Das ist keine einfache psychische Situation in einer Schwangerschaft“, beschreibt Dr. Pelletier. Und er weiß „Besonders belastend wird es dann, wenn eine Auffälligkeit beim Ungeborenen hinzukommt“. Engmaschige pränatale Kontrollen der Ungeborenen durch die Gynäkologen ergänzen die medizinische Versorgung. Bei beiden Frauen zeigte sich ein auffälliges Größenwachstum bei den Ungeborenen; dies erforderte eine noch intensivere Blutzuckereinstellung.

 

Die Schwangerschaften von beiden Patientinnen verliefen den schwierigen Umständen entsprechend gut, beide Kinder kamen per Kaiserschnitt ohne weitere Komplikationen gesund zur Welt. Beide zeigen keine Hinweise auf Diabetes und konnten vergleichsweise schnell mit Ihren Müttern entlassen werden. 

 

 

 

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